Irgendwo ist Schluss: In USA streitet man über Uber für Flugzeuge

Google, Flugzeug, Privatjet Bildquelle: Andy Rusch (CC BY 2.0)
Der Mitfahrdienst Uber ist vor allem in den USA extrem erfolgreich und so dauerte es nicht lange, bis vergleichbare Konzepte auch für andere Verkehrsmittel auftauchten. Doch selbst die vergleichsweise liberalen US-Behörden schritten nun ein, als das Ganze mit Flugzeugen versucht wurde.
Das Startup Flytenow wurde von der Flugsicherheits-Behörde FAA bereits Ende letzten Jahres gestoppt, bevor es richtig losging. Damit wollen sich die Gründer Alan Guichard und Matt Voska aber nicht abfinden wie sie in einem aktuellen Interview ausführten. Ihrer Ansicht nach haben sie lediglich eine Praxis in die Online-Welt verlagert, die ohnehin schon sehr lange existiert.

Flytenow war darauf ausgelegt, Piloten mit potenziellen Mitfliegern zusammenzubringen. Es ist durchaus keine Seltenheit, dass Privatleute mit ihren eigenen oder gemieteten Maschinen Passagiere mitnehmen - in der Regel handelt es sich um kleine Flugzeuge - die große Distanzen in den USA überwinden. Wenn Plätze frei sind, werden dabei schon lange auch andere Leute mitgenommen, die im Gegenzug etwas zu den Treibstoffkosten beitragen. Mitflieger werden dafür bisher in der Regel über schwarze Bretter an kleineren Flugplätzen gesucht und niemand nahm daran je Anstoß.

Als Flytenow diese Praxis nun aber ins Internet verlagern wollte, griff die FAA ein. Denn ihrer Ansicht nach geht es dabei nicht mehr darum, in einem kleineren Personenkreis nach Mifliegern zu suchen. Die Privatpiloten würden demnach quasi zu Dienstleistern, die dann den gleichen Regeln unterworfen sein müssten, wie die großen Fluggesellschaften. Die Vorschriften für Passagierflüge könnte ein Privatpilot allerdings kaum erfüllen.


Luft-Taxi ohne Sicherheit?

Die Flugsicherheit befürchtet hier im Grunde eine ähnliche Entwicklung wie bei Uber. Auch dieser Dienst startete ursprünglich als reine Mitfahr-Vermittlung, bei der die Fahrer einen Anteil an ihren Spritkosten zurückbekamen. Schon längst geht es aber nicht mehr um Fahrten, die ohnehin stattfinden, der Service ist längst zu einer Plattform für billige Privat-Taxen ohne Lizenz geworden.

Die Flytenow Macher sehen diese Gefahr allerdings kaum, da der Luftverkehr dann doch deutliche Unterschiede zum Straßenverkehr in den großen Städten aufweist. Sie fordern daher, dass sie ihren Dienst wieder aufnehmen können und betonen, dass dies beispielsweise in der gewöhnlich deutlich strenger regulierten EU rechtlich kein Problem wäre. "Wir machen immer wieder Scherze darüber, dass Europa uns hier überflügelt hat - was sehr selten ist, wenn es um Internet-Technologie geht", so Voska. Google, Flugzeug, Privatjet Google, Flugzeug, Privatjet Andy Rusch (CC BY 2.0)
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren15
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 00:00 Uhr Showlite SN-1200 Nebelmaschine (1200W, 350m³ Nebelausstoß/min, 7 Min. Aufwärmzeit) inkl. Funk Fernbedienung
Showlite SN-1200 Nebelmaschine (1200W, 350m³ Nebelausstoß/min, 7 Min. Aufwärmzeit) inkl. Funk Fernbedienung
Original Amazon-Preis
87,99
Im Preisvergleich ab
87,99
Blitzangebot-Preis
76,00
Ersparnis zu Amazon 14% oder 11,99

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Tipp einsenden