Project Magenta: Das erste Lied der kreativen Google-KI ist da

Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Bildquelle: Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
Künstliche Intelligenzen könnten in absehbarer Zeit nicht nur Autofahrer und Go-Spieler ersetzen, sondern auch Künstler. Bei Google wird im Rahmen des Project Magenta an einer solchen Sache geforscht und jetzt konnte ein erstes konkretes Ergebnis präsentiert werden: Ein Lied.
Im Rahmen des Project Magenta wollen Entwickler erforschen, ob die Technologien des Deep Learning auch genutzt werden können, um KIs zu erschaffen, die Musik und Kunst schaffen können. Sie spielen damit quasi an der Grenze dessen, was vielfach als die klare Trennlinie zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz angenommen wird.

Lange herrschte die Ansicht vor, dass Computer zwar recht beeindruckende Dinge leisten können, letztlich aber eben nicht zu intuitiven Entscheidungen und Kreativität fähig sind. Das zeigt sich häufig auch in der Science Fiction, in der künstliche "Wesen" doch meist recht kühl und logikdominiert daherkommen.

Letztlich sind aber auch die künstlerischen Werke des Menschen ein Ergebnis, von Schaltungen im Gehirn - sie beruhen "nur" auf einer kulturellen Entwicklung vieler Generationen und einer äußerst komplexen Verarbeitung von Informationen. Prinzipiell dürfte also nichts dagegensprechen, dass auch ein künstliches System zu vergleichbaren Ergebnissen kommt. Und genau daran arbeitet Google mit dem Project Magenta.

Neuronales Netz lernt Musik

Wie auch in anderen KI-Projekten, die auf Deep Learning basieren, wird ein neuronales Netz mit riesigen Datenmengen gefüttert. Im Zuge dessen lernt das System zunehmend besser, die komplexen Zusammenhänge zu "verstehen" und letztlich in eigenen Schöpfungen zu verarbeiten. Ein erstes Ergebnis ist nun ein Musikstück, das komplett von der Künstlichen Intelligenz komponiert und arrangiert wurde.



Das Lied selbst ist sicherlich noch recht schlicht, gibt allerdings einen Eindruck davon, was zukünftig möglich sein könnte. Die Entwickler beim Magenta-Team betonen allerdings, dass es nicht ihr Ziel ist, menschliche Musiker überflüssig zu machen. Sie sehen die Ergebnisse ihrer Arbeit eher als neues Werkzeug an, mit der Künstlern letztlich neue Möglichkeiten geboten werden - ähnlich wie es beispielsweise bei der Verfügbarkeit der ersten elektronischen Instrumente der Fall war. Dafür setzen sie ihre Arbeit auf der offenen KI-Bibliothek TensorFlow auf und wollen ihre eigenen Entwicklungen ebenso als Open Source bereitstellen. Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren54
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden