Ramsch-Yahoo? Verkauf könnte platzen, da keiner viel zahlen will

Ceo, Yahoo!, Marissa Mayer Bildquelle: Yahoo
Dem Internet-Pionier Yahoo geht es seit Jahren alles andere als gut, das Unternehmen hat sich jüngst nach langer Zeit dazu entschlossen, sich zum Verkauf anzubieten. Das Problem ist allerdings: Der Markt ist nicht sonderlich interessiert am Kerngeschäft von Yahoo, vor allem will offenbar keiner das zahlen, was der Konzern sich vorstellt bzw. erhofft.
Im vergangenen Herbst wählte Scott Galloway von der renommierten Stern School of Business harsche Worte, was man mit Yahoo am besten machen sollte: "Wir sollten dieser Yahoo-Geschichte endlich eine Kugel in den Kopf verpassen", sagte der der Wirtschaftsprofessor damals. Und ein gutes halbes Jahr später scheint er Recht zu bekommen.

Nachfrage übersichtlich

Denn mittlerweile hat sich Yahoo für einen Verkauf herausgeputzt, doch die Nachfrage am Markt ist sehr übersichtlich. Derzeit wird vor allem dem US-Telekommunikationsriesen Verizon Communications ein echtes Interesse nachgesagt. Doch im Zusammenhang mit dem Mobilfunker vermeldet das Wall Street Journal (WSJ) nun ein schwerwiegendes Aber: Denn Verizon will gerade einmal zwei bis drei Milliarden Dollar für das Kerngeschäft von Yahoo bieten und das ist weit weniger als sich CEO Marissa Mayer und Yahoo erwarten oder erhoffen.

Denn noch vor kurzem lag der erwartete Verkaufspreis bei einem Betrag zwischen vier und acht Milliarden Dollar. Laut WSJ steckt dahinter aber womöglich auch ein gewisses Taktieren, da die Bieter ihr Interesse natürlich nicht an die ganz große Glocke hängen wollen.

Allerdings soll es laut der Wirtschaftszeitung auch objektive Gründe dafür geben, denn die zuletzt hinter geschlossenen Türen von Marissa Mayer präsentierten Zahlen sollen die potenziellen Käufer nicht gerade euphorisiert haben. Das WSJ merkt aber auch an, dass es einigermaßen schwer ist, das Kerngeschäft zu schätzen, da der Gesamtwert von 35 Milliarden Dollar vor allem auf den Beteiligungen an Alibaba und Yahoo Japan aufbaut.

Für Yahoo sieht das alles aber tendenziell alles andere als gut aus und im schlimmsten Fall könnte das ganze geplante Geschäft platzen. Und dann wäre der Konzern dem anfangs erwähnten Gnadenschuss wohl einen Schritt näher. Ceo, Yahoo!, Marissa Mayer Ceo, Yahoo!, Marissa Mayer Yahoo
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