John McAfee kündigt WhatsApp-Hack an - und gerät ins Schwimmen

Antivirus, Mcafee, John McAfee, Wahlkampf Bildquelle: John McAfee
John McAfee versuchte einmal mehr mit spektakulären Schlagzeilen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Erneut ist dies aber gescheitert, weil die Masche dann doch ziemlich durchsichtig war. Angeblich wollte er zeigen, dass er die verschlüsselte Kommunikation über WhatsApp geknackt habe.
WhatsApp hatte in den letzten Monaten daran gearbeitet, die Kommunikation seiner Nuzer durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor unbefugten Blicken zu schützen. Angesichts dessen, dass über eine Milliarde Menschen die Messenger-Plattform nutzen, wäre es natürlich eine große Sache, wenn es jemandem gelänge, sich in den Nachrichtenversand zu hängen und alles mitzulesen.

Und so sollte es ablaufen: Dem kontaktierten Journalisten sollten zwei Samsung-Smartphones in versiegelten Originalverpackungen zugeschickt werden. Zwei Vertraute McAfee hätten die Geräte dann vor Ort ausgepackt, aktiviert, WhatsApp installiert und sich gegenseitig Nachrichten geschickt. McAfee sollte dann per Skype aus der Distanz zugeschaltet sein und die zwischen den beiden Mobiltelefonen übermittelten Inhalte vorlesen, berichtete das US-Magazin Gizmodo.

Viel Lärm um nichts

Es stellte sich allerdings heraus, dass McAfee und sein Team keineswegs WhatsApp gehackt haben. Vielmehr gelang es ihnen, auf den Smartphones eine Android-Malware zu installieren, die die Konversation zwischen den beiden Nutzern per Keylogger mitschnitt und nach außen schickte. Das bestätigte McAfee selbst auch gegenüber Moxie Marlinspike, dessen Implementation von Verschlüsselungs-Protokollen auch in WhatsApp zum Einsatz kommt.

Die Berichterstattung durch Gizmodo sieht McAfee allerdings als Teil einer schon länger dauernden Stimmungsmache gegen seine Person. Er habe nie behauptet, die Verschlüsselung selbst gebrochen zu haben. Das kann man so tatsächlich in seine Ankündigung hineininterpretieren - auch wenn diese natürlich damit spielte, maximale Aufmerksamkeit erregen zu können.

McAfee erklärte, dass es letztlich völlig egal sei, wie ihm das Mitlesen der Nachricht gelingt. Das ist aber nicht der Fall, denn es sind dann doch zwei grundsätzlich unterschiedliche Dinge, ob die Verschlüsselung eines der größten Messenger-Netze der Welt angreifbar ist oder ob jemand eine Malware auf Android installiert bekommt.

Download
WhatsApp für Android: APK-Version
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