Epic Games-Gründer legt nach: Microsoft bezahlt alle UWP-Apps

Epic Games, unreal engine 4, Unreal Engine, Tim Sweeney Bildquelle: Epic Games
Der Co-Gründer der Spiele- und Grafik-Schmiede Epic Games, Tim Sweeney, hat bereits Anfang März scharfe Kritik an Microsoft geübt. Damals sagte er, dass die Universal Windows Platform (UWP) ein Schritt zu einem Monopol darstellt. Nun legte Sweeney nach und behauptete u. a., dass alle UWP-Apps von den Redmondern bezahlt seien.
Anfang März hat Sweeney die UWP-Bemühungen des Redmonder Konzerns als "aggressivsten Schritt, den Microsoft je gemacht hat" bezeichnet. Einige Windows-Funktionen stünden demnach nur jenen zur Verfügung, die an UWP teilnehmen. Microsoft-CEO Satya Nadella und Xbox-Chef Phil Spencer haben das bestritten und beteuert, dass die Plattform offen ist und bleibt.

Sweeney legt nach

Doch der Epic-Co-Gründer ist anderer Ansicht: Sweeney sagte im Rahmen eines Podiumsinterviews mit VentureBeat, dass die Situation mit einem Frosch vergleichbar sei. Denn wirft man diesen in kochendes Wasser, so hüpft dieser sofort heraus. Legt man ihn aber in kaltes Wasser und erhöht langsam die Temperatur, dann bleibt der Frosch dort und kocht zu Tode. Hintergrund dieser Aussage ist, dass auch in der Entwicklerszene nicht alle Sweeneys Meinung teilen.


Microsoft mache das genauso, ist sich Sweeney sicher: Schritt für Schritt baue der Redmonder Konzern ein geschlossenes System auf. Ein Punkt unter vielen, an dem sich der Epic-Mann stört, ist, dass Microsoft alle UWP-Apps und späteren Updates absegnen will bzw. dies verlangt. Er meint außerdem, dass man im Windows Store ohnehin kaum große Titel findet, "mit Ausnahme einer kleinen Anzahl an Entwicklern, die Microsoft für ihre UWP-Anwendungen bezahlt".

Die Debatte ist eine wirtschaftliche, das gibt auch Sweeney ein Stück weit zu und kritisiert, dass "zufällig" alle geschlossenen Plattformen, Steam, iOS, Android und auch Microsoft, einen 30-Prozent-Anteil verlangen: "Wären das offene Plattformen und gäbe es mehr Mitbewerber, dann würde sich das ändern."

Und das ist auch Kernpunkt der Diskussion: Geld. Denn natürlich will kein Entwickler ein knappes Drittel der Einnahmen für die immer wichtiger werdende digitale Distribution "herschenken" und ein Stück des Kuchens hergeben. Linux sei laut Sweeney aber auch keine echte Alternative, da es ein "gutes Betriebssystem ist, aber nicht die Milliarden an Nutzern von Windows hat".

Siehe auch: Epic Games-Mitgründer warnt vor Microsoft-Monopol bei PC-Gaming Epic Games, unreal engine 4, Unreal Engine, Tim Sweeney Epic Games, unreal engine 4, Unreal Engine, Tim Sweeney Epic Games
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