AT&T schaltet Ende 2016 sein 2G-Netz ab - klassische Handys adé

Mobilfunk, Lte, Antenne Bildquelle: onlinespectrum
Mit dem US-Netzbetreiber AT&T schaltet zum Ende des Jahres einer der weltweit größten Mobilfunkanbieter sein 2G-Netz ab. Auf den dann freiwerdenden Frequenzen sollen künftig natürlich LTE-Dienste angeboten werden. In Deutschland dauert es unterdessen noch länger, bis die ersten 2G-Frequenzen umgewidmet werden sollen.
Wie Wireless Week berichtet, wird nach dem deutlich kleineren US-Ableger von T-Mobile bald auch AT&T sein "klassisches" 2G-Netz abschalten. Aktuell werden viele Kunden bereits auf neue Netztechnologien migriert. In den letzten 12 Monaten wurden bereits gut sechs Millionen Kunden umgestellt, doch bis zum Ende des Jahres 2016 soll der Vorgang komplett abgeschlossen sein.

Bei der Umstellung bzw. Abschaltung des klassischen GSM-2G-Mobilfunks durch AT&T bleiben natürlich auch einige Kunden auf der Strecke. Diesen Faktor hält man bei dem Unternehmen aber für vertretbar, weil ihre Zahl relativ gering ausfällt. Vor allem die Betreiber sogenannter Connected Devices, also mit dem 2G-Netz arbeitende Geräte, die keine Smartphones oder Handys sind, müssen zunächst auf andere Anbieter ausweichen oder doch ausgetauscht werden, wenn sie keine UMTS-, HSPA- oder LTE-Netze unterstützen.

Bei AT&T geht man davon aus, dass man letztlich trotz des Wegfalls einiger Kunden von der Umstellung profitieren wird. Es gebe noch immer hohe Kosten, die selbst bei einem Teilbetrieb des 2G-Netzes anfallen. Man sei deshalb darauf bedacht, diese Kosten zu reduzieren, um so als Netzbetreiber wirtschaftlicher arbeiten zu können, so AT&Ts Finanzchef John Stevens.

Stevens zufolge soll das zum Ende des Jahres freiwerdende Frequenzspektrum im Bereich von 850 und 1900 Megahertz künftig anders verwendet werden. Statt nur GSM, GPRS & EDGE über die Frequenzen anzubieten, sollen sie künftig natürlich für Datendienste verwendet werden und somit für HSPA- und LTE-Netze dienen. Teilweise sei in einigen US-Regionen schon jetzt in den entsprechenden Frequenzen umgestellt worden, weil der dort anfallende 2G-Traffic stark nachgelassen hat.

AT&T ist nicht der erste Netzbetreiber in den Vereinigten Staaten, der sein 2G-Netz anders nutzt. Der zur Deutschen Telekom gehörende US-Ableger von T-Mobile hat bereits 2014 begonnen, sein 2G/EDGE GSM-Netz im 1900-MHz-Band auf LTE umzustellen und das entsprechende Projekt bereits 2015 abgeschlossen. Bis 2021 will auch der dritte große US-Netzbetreiber Verizon seine 2G- und sogar 3G-Netze abschalten, um die freiwerdenden Frequenzen für LTE-Dienste zu nutzen.

Hierzulande beginnen die Netzbetreiber erst später mit einer langsamen Abschaltung ihrer 2G-Netze. Zwar sollen ab 2017 die Kapazitäten in den 2G-Bändern sinken, weil auch hierzulande eine Umnutzung für LTE-Dienste erfolgt, doch generell gilt GSM in Deutschland noch als zu wichtig für die Grundversorgung. So war im Herbst 2015 von allen Anbietern zu hören, dass es noch keine konkreten Termine für die Abschaltung von 2G-Angeboten gibt - sowohl von der Telekom, als auch von Vodafone und Telefonica. Die Netzbetreiber nannten dabei teilweise als Grund, dass es noch eine große Zahl von GSM-Geräten gibt, die keine jüngeren Netzstandards unterstützen, wobei dies vor allem für den Bereich der "Machine-To-Machine"-Kommunikation gilt. Mobilfunk, Lte, Antenne Mobilfunk, Lte, Antenne onlinespectrum
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