Apple iPhone künftig mit Modems von Intel? Qualcomm warnt Investoren

Apple, Iphone, iPhone 5, ipad pro, iPad Pro 9.7 Bildquelle: Apple
Auf den weltgrößten ARM-Chiphersteller kommen anscheinend schwierige Zeiten zu, denn mit einiger Wahrscheinlichkeit verliert Qualcomm mit Apple einen seiner wichtigsten Kunden. Lieferte Qualcomm bisher stets die Mobilfunkmodems für das Apple iPhone, könnte sich dies bald ändern - wenn Marktbeobachter recht behalten sollten.
Wie der US-Branchendienst Bloomberg unter Berufung auf Äußerungen von Qualcomm-Chef Steve Mollenkopf während eines Gesprächs mit Journalisten und Finanzexperten anlässlich der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen berichtet, stellte dieser den Verlust eines wichtigen Kunden in Aussicht. Mollenkopf sagte, er gehe davon aus, dass ein nicht näher genannter aber großer Kunde seine Aufträge künftig wohl einem Konkurrenten geben würde - was für Qualcomm den Verlust der Ordnern bedeuten würde.

Diverse Analysten, die Bloomberg befragt haben will, gehen davon aus, dass der von Mollenkopf erwähnte Großkunde kein geringerer ist als Apple, schließlich gehört Apple neben Samsung zu den größten Kunden des in San Diego ansässigen Chipkonzerns Qualcomm. Bisher liefert man an Apple vor allem Modem-Chips, die zusammen mit dem SoCs der Apple A-Serie in den iPhones und LTE-fähigen Tablets verbaut werden.

Künftig könnte Apple nach Meinung der Marktbeobachter aber auf ein Modem von Intel setzen, um die Konnektivität seiner Smartphones und Tablets in Mobilfunknetzen sicherzustellen. Für Intel wäre dies natürlich ein enormer Gewinn, auch wenn es ums Prestige geht. Die Börse reagierte nach einem ersten Plus wegen der positiven Zahlen von Qualcomm dann auch allergisch auf die Andeutungen des Firmenchefs und ließ die Aktie des Unternehmens kurzfristig fallen - mittlerweile hat sie sich jedoch wieder erholt.

Qualcomm-Chef Mollenkopf versuchte im Zusammenhang mit seinen Äußerungen bezüglich des Verlusts von Aufträgen eines wichtigen Kunden gleichzeitig auch, den Investoren Sicherheit zu geben. So gab er sich zuversichtlich, dass sein Unternehmen auch dann Gewinne auf gleichen Niveau einfahren kann, selbst wenn einer seiner größten Kunden zu anderen Anbietern wechseln sollten. Apple, Iphone, iPhone 5, ipad pro, iPad Pro 9.7 Apple, Iphone, iPhone 5, ipad pro, iPad Pro 9.7 Apple
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