Abschuss von VPN-Nutzern stört Netflix überhaupt nicht

Internet, Sperre, Schere
Die Sperrungen von VPN-Nutzern haben auf die Entwicklung der Nutzerzahlen des Videostreaming-Dienstes Netflix offensichtlich kaum einen nennenswerten Effekt. Als das Unternehmen schärfere Schritte ankündigte, vermuteten viele noch deutlich stärkere Auswirkungen.
Der Umfang des Netflix-Angebotes unterscheidet sich von Land zu Land - je nachdem, was die Lizenzen hergeben. Das normale Geoblocking lässt sich allerdings unter Verwendung eines VPN-Tunnels umgehen, so dass sich beispielsweise auch hierzulande Inhalte anschauen lassen, die eigentlich nur Nutzern in den USA zugänglich gemacht werden dürfen.

Um es sich in den Verhandlungen mit Rechteinhabern nicht unnötig schwer zu machen, hat Netflix zuletzt begonnen, wesentlich stärker gegen die Nutzung seines Dienstes über VPN-Verbindungen vorzugehen. Als dies bekannt wurde, gab es einen deutlich vernehmbaren Aufschrei und zahlreiche Ankündigungen, das Abo dann eben zu kündigen. Daher war man durchaus gespannt, wie sich die Sache auf die Entwicklung der aktuellsten Nutzungszahlen auswirken würde, die gerade mit dem Bilanzbericht zum ersten Quartal veröffentlicht wurden.


Und das Ergebnis lässt sich recht einfach ausdrücken: Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Oder wie es Netflix-Chef Reed Hastings laut einem Bericht von TorrentFreak auf den Punkt brachte: "Es handelt sich um eine sehr kleine, aber ziemlich laute Minderheit. Diese ist für uns wirklich bedeutungslos, wie man an den Ergebnissen des ersten Quartals sehen kann."

Bei Netflix hat man die Methoden zur Blockade von VPNs in den letzten Monaten auch deutlich weiterentwickelt. Anfangs wurden schlicht noch IP-Adressen gesperrt und es war den VPN-Anbietern ein Leichtes, einfach auf eine andere Adresse umzuschalten. Inzwischen arbeitet man aber nicht mehr einfach mit einer Sperrung von VPN-Diensten, sondern macht diesen auch das Leben deutlich schwerer.

Früher genügte es im Grunde, wenn die Datenpakete, mit denen die Standorterkennung durchgeführt wurde, über den VPN-Tunnel liefen. Inzwischen springt der Netflix-Stream aber ständig durch hunderte Subdomains, so dass eine Übertragung zum Nutzer nur funktioniert, wenn der gesamte Traffic durch den Tunnel geleitet wird. Das sorgt bei den Anbietern natürlich für regelrecht explodierende zu bewältigende Datenmengen.

Bei Netflix selbst würde man natürlich gern auf die Auseinandersetzung mit den VPN-Nutzern verzichten und alle Inhalte gleich für die weltweite Nutzung lizenzieren. Bis dies Realität wird, vergeht aber mit Sicherheit noch sehr viel Zeit.

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