Bericht: Russische Hacker legten Flugsicherung in Schweden lahm

Flugzeug, Dreamliner, Boeing 787, Qatar Air Bildquelle: Boeing Italia
Als im November 2015 die Flugsicherung in Schweden ausfiel, verwiesen die Behörden in Stellungnahmen gegenüber der Presse auf Sonnenstürme als Ursache. Jetzt behauptet ein norwegischer Luftfahrtjournalist, dass vielmehr Angriffe russischer Hacker der Grund waren.
In seinem bei dem auf Nachrichten aus der Luftfahrt und zum Militär in Skandinavien spezialisierten Portal Aldrimer.no veröffentlichten Bericht, erklärte der Journalist Kjetil Stormark unter Berufung auf eine hochrangige Quelle bei der NATO, dass die schwedischen Behörden die Sonnenstürme nur vorgeschoben hätten. Gegenüber dem Militärbündnis hatte man aber hinter vorgehaltener Hand auf Cyber-Attacken aus Russland verwiesen.

Angeblich hatte das schwedische Militär einigen NATO-Staaten im Nachgang des Ausfalls der Flugsicherung in weiten Teilen des Landes am 4. November 2015 mit zwei Warnmeldungen mitgeteilt, dass ein von einer sogenannten Avanced Persistent Threat-Gruppe (APT) ausgeführter Hacker-Angriff für die Probleme verantwortlich sein könnte. Die Gruppe sei bereits früher mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU in Verbindung gebracht worden.

Sowohl von den schwedischen Streitkräften, als auch dem Militärgeheimdienst sowie der NATO habe Stormark nur gehört, dass man sich zu dem Thema nicht äußern könne. Die NATO ließ außerdem über Sprecher Matthias Eichenlaub verlauten, dass man seine Experten konsultiert habe und die von ihm aufgestellten Behauptungen nicht untermauern könne.

Der Ausfall der Flugsicherung für weite Teile Schwedens legte Anfang November den Verkehr zum Arlanda-Flughafen, dem größten Airport des Landes, vor den Toren von Stockholm ebenso lahm wie an Stockholms zweitem Flughafen Bromma und dem Landvetter-Airport in Göteborg. Viele nationale und internationale Flüge mussten abgesagt oder umgeleitet werden, weil die Mitarbeiter der Flugsicherung die Maschinen nicht mehr auf ihren Bildschirmen sehen konnten.

Es gab in den Tagen vor dem 4. November tatsächlich Sonnenstürme, doch waren diese am 2. und 3. November 2015 erheblich stärker als am Tag des Ausfalls der schwedischen Flugsicherung. Kurios ist auch, dass die Sonnenstürme eigentlich auch andere Länder hätten betreffen müssen, es aber andernorts offenbar keine Ausfälle gab.

Stormark berichtet darüber hinaus, dass es seinen Quellen zufolge im genannten Zeitraum Anzeichen für Elektronische Kriegsführung im Baltikum gegeben habe, darunter angeblich auch Angriffe auf Kommunikationswege der Flugsicherung. Diese seien zu einem relativ neuen Funkturm in der russischen Enklave Kaliningrad südlich von Litauen zurückverfolgt worden, so der Bericht. Flugzeug, Dreamliner, Boeing 787 Flugzeug, Dreamliner, Boeing 787 Boeing Italia
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