Rightscorp: Ransomware soll Urheberrechtsverletzer bestrafen

Filesharing, Keyboard, Share Bildquelle: Niklas Wikström / Flickr
Das Unternehmen Rightscorp versucht schon seit längerer Zeit mit allen erdenkbaren, oft zweifelhaften Methoden gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet vorzugehen. Die neueste Idee besteht nun darin, etwas Ähnliches wie eine Ransomware gegen Nutzer zum Einsatz zu bringen.
Das Ziel besteht darin, die Anwender mit einer Strafzahlung von weiteren Urheberrechtsverletzungen abzuschrecken. Um hier schneller und effizienter zu sein, als mit einem langwierigen Gerichtsverfahren, will man schlicht den Browser des Nutzers so lange blockieren, bis dieser die geforderte Summe bezahlt hat, berichtete das Magazin TorrentFreak.

Das Prinzip kennt man von der Ransomware-Szene, die in den letzten Wochen verstärkt Schlagzeilen machte. Hier werden wichtige Daten der User verschlüsselt und ein Lösegeld gefordert. Rightscorp will hingegen den Zugang zum Web so lange blockieren, bis der Anwender klein beigibt. Die Basis dafür bildet eine neue Technologie namens "Scalable Copyright".

Rightscorp setzte lange Zeit auf Verwarnungen per E-Mail, bis man härtere Geschütze gegen vermeintliche Wiederholungstäter unter den Urheberrechtsverletzern auffuhr. Doch solche Mitteilungen gingen in der Regel entweder im Rauschen des allgemeinen Mail-Aufkommens unter oder wurden aus anderen Gründen ignoriert. Daher soll die neue Technologie einen direkten Zugang zum Browser des Nutzers aufbauen und ihm die Copyright-Warnungen dort anzeigen.

Mit Sicherheit illegal

Anfangs sollen die Mitteilungen ähnlich funktionieren wie Lizenz-Texte bei der Installation einer Software. Der Nutzer kann erklären, diese gelesen zu haben, wodurch sie wieder verschwinden. Gibt es mehrere Scalable Copyright-Mitteilungen in Folge, soll die Meldung irgendwann nicht mehr verschwinden, wodurch der Browser nicht mehr nutzbar wäre. Zugang erhielte man dann nur noch durch eine entfernte Freigabe nach Zahlung einer Strafgebühr.

So gut die Idee für die Verantwortlichen bei Rightscorp klingen mag: Ein System mit einer solchen Funktionsweise erfüllt im Grunde die Definition einer Ransomware und dürfte letztlich illegal sein. Allein das Inerwägungziehen eines solchen Vorgehens ist sicherlich ein Grund, warum Rightscorp immer weniger Rechteinhaber findet, die sich von der Firma vertreten lassen wollen und warum man sich mit solchen Methoden wiederum neu zu profilieren versucht. Filesharing, Keyboard, Share Filesharing, Keyboard, Share Niklas Wikström / Flickr
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