Verbraucherschutz zu Spotify: Telekom verkauft ihre Kunden für dumm

Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Flagge, Telekommunikationsunternehmen Bildquelle: Telekom
Wer ein Premium-Abo für Spotify über die Deutsche Telekom bucht, konnte den Dienst bisher auch nach dem Aufbrauchen des Datenvolumens weiter verwenden. Das ist nun nicht mehr der Fall. Doch mit dem vorgeschobenen umsetzen der Netzneutralität hat das wenig zu tun.
"Wenn nun die Telekom behauptet, dass sie mit der Änderung ihres Spotify-Modells dem neuen Netzneutralitätsgebot gerecht werden würde, wird wohl eher der Nutzer für dumm verkauft", kritisierte Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Denn das würde eine generelle Gleichbehandlung aller Dienste erfordern - das ist hier aber keineswegs der Fall.

Denn wenn die Telekom alle Dienste neutral behandeln würde, bedeutete dies letztlich, dass der Datenverbrauch aller in gleichem Maße vom Monatskontingent abgeht - wenn man den Kunden schon keine Möglichkeit bietet, eine Flatrate zu buchen. Das ist hier aber nicht der Fall. Das Streaming von Musik via Spotify wird weiterhin nicht auf das Datenvolumen angerechnet. Lediglich wenn das Kontingent durch andere Nutzungsarten aufgebraucht ist, greift nun die bekannte Drosselung auch für Spotify und die Nutzung des Dienstes ist nicht mehr möglich.

Die Telekom wirbt nun damit, dass das Streaming in diesem Fall weiterhin genutzt werden kann, wenn der Anwender die so genannte SpeedOn-Option bucht. Dann bekommt man zusätzliches Datenvolumen gutgeschrieben und Spotify funktioniert wieder wie gewohnt - die Daten werden dann auch hier nicht auf das zugebuchte Kontingent gerechnet. Die billigste Möglichkeit, den Musik-Service weiter zu verwenden, bietet dabei die Stufe von 4,95 Euro, für die man 250 Megabyte zusätzlich bekommt.

Mit echter Netzneutralität hat dies nichts zu tun. Daher sieht man die neue Umsetzung seitens der Verbraucherschützer eher als Instrument an, mehr Kunden zum Kauf der SpeedOn-Option zu bewegen. Die neue EU-Verordnung wird da eher als Ausrede vorgeschoben als in ihrem eigentlichen Sinne umgesetzt.

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