Gitterproblem ermöglicht sehr flexible und sichere Kryptographie

Verschlüsselung, Kryptographie, Code Bildquelle: Christian Ditaputratama (CC BY-SA 2.0)
Ein neues Verschlüsselungsverfahren soll flexibel genug sein, einen quasi nicht zu knackenden Code zu generieren, aber auch mit einfachsten Komponenten eine sichere Authentifizierung zu ermöglichen. Die Grundlage dafür ist das so genannte Gitterproblem.

Infografik: Die Geschichte der KryptographieDie Geschichte der Kryptographie
"Wenn jemand es schaffen würde, die Verfahren zu brechen, könnte er auch ein mathematisches Problem lösen, an dem die schlausten Köpfe der Welt seit 100 oder 200 Jahren arbeiten", erklärte Eike Kiltz vom Lehrstuhl für Kryptographie an der Ruhr-Universität Bochum, an der das Verfahren entwickelt wird. Die Algorithmen gestalten die Mathematiker dabei so effizient, dass sie sich auch in Kleinstgeräte implementieren lassen - wie beispielsweise in einen elektronischen Garagenöffner.

Um eine Vorstellung der mathematischen Grundlage zu bekommen, muss man sich ein Gitter mit einem Nullpunkt an einer bestimmten Stelle vorstellen. Nun geht es darum, einen Punkt zu finden, an dem sich die Gitterlinien kreuzen und der am dichtesten am Nullpunkt liegt. Die Forscher arbeiten hier allerdings mit theoretischen Gittern mit rund 500 Dimensionen, bei denen dieser Punkt schlicht nicht effizient berechnet werden kann - was Angriffe auf die Kryptographie zu einer extrem komplexen Sache machen würden.

Flexibel genug für Kleinstanwendungen

Das Verfahren ist dabei allerdings auch flexibel genug, um beispielsweise Probleme mit wesentlich geringerer Komplexität für Anwendungen bereitzustellen, bei denen das Verfahren nur sicher genug und ressourcenschonend zu verwenden ist.

So muss beim genannten Garagenöffner beispielsweise keine längere Nachricht verschlüsselt werden. Es genügt hier, dass der Sender der Gegenstelle beweist, dass er das gemeinsame Geheimnis kennt und die Authentifizierung erfolgreich ist. Das soll mit sehr einfacher Elektronik funktionieren. In Sachen Authentifizierung ist man bereits relativ weit. "Wir sind fast im Endstadium", so Kiltz. Wie lange man hingegen noch für einen ausgereiften Krypto-Algorithmus zur Verschlüsselung von Nachrichten benötigt, ist noch unklar. Hacker, Kryptographie, Code, Hex-Code Hacker, Kryptographie, Code, Hex-Code Public Domain
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren8
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 00:00 Uhr F-Secure Internet Security - 1 Jahr / 1 Computer
F-Secure Internet Security - 1 Jahr / 1 Computer
Original Amazon-Preis
22,99
Im Preisvergleich ab
22,99
Blitzangebot-Preis
18,48
Ersparnis zu Amazon 20% oder 4,51

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Tipp einsenden