Alibaba macht 1 Mio. junge Chinesen vom Land zu Online-Unternehmern

Logo, China, Alibaba Bildquelle: Alibaba
Der chinesische Konzern Alibaba hat ein Programm zur Ausbildung junger Menschen zu Internet-Unternehmern gestartet. Eine Million Jugendliche sollen geschult werden, um in ihrer Heimat im ländlichen Raum tragfähige Geschäftsmodelle auf Basis des Netzes aufzubauen.
Das Unternehmen hat hierfür einen Kooperationsabkommen mit dem Kommunistischen Jugendverband Chinas abgeschlossen, durch den die Vermittlung der Ausbildungsangebote übernommen wird. Deren Durchführung finanziert Ant Financial, die Investment-Sparte Alibabas. 154 Millionen Dollar sind für das Programm erst einmal vorgesehen, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Bei der Sache handelt es sich im Grunde um ein riesiges Projekt zur Anbindung der ländlichen Wirtschaft an den Online-Handel, der in den Städten des Landes schon längere Zeit massiv boomt. Die jungen Unternehmer sollen so zukünftig den Rückkanal in der Infrastruktur aufbauen, die Alibaba schon seit Jahren aufbaut.

Anfangs war der Online-Handel weitgehend auf die Städte beschränkt, da die üblichen Logistikfirmen weite Teile des ländlichen Raumes nur sehr eingeschränkt abdeckten. Um diese Regionen aber auch für die eigenen Internet-Marktplätze zu erschließen, begann Alibaba, eigene Versandknoten einzurichten. Hiervon gab es im Jahr 2009 die ersten 780 Standorte. Die Planungen sehen vor, die Zahl bis zum Jahr 2019 auf 100.000 zu erhöhen. Hinzu kommen rund tausend größere Logistikzentren, die eine Zwischenstation zwischen den städtischen Wirtschaftszentren und den Dörfern und Kleinstädten darstellen.

Anbindung hunderttausender Dörfer an den E-Commerce

Auf diese Weise gelingt es immer besser, dass auch die Menschen auf dem Land problemlos bei allen möglichen Online-Anbietern einkaufen können. Sie setzen ihre Bestellung ab und können die Lieferung maximal einige Tage später in der örtlichen Station abholen. Seit einiger Zeit nutzen die Menschen im ländlichen Raum diese Infrastruktur auch, um ihre eigenen Produkte wiederum über das Netz einem größeren Kundenkreis anzubieten - was bisher aber vor allem noch auf eigene Initiativen beschränkt ist.

Durch das nun eingeleitete Ausbildungsprojekt will Alibaba den Vertriebsweg von Land in die Stadt auf eine wesentlich professionellere und tragfähigere Basis stellen. Dies findet in einer Situation statt, in der die digitale Transformation der ländlichen Wirtschaft in China durchaus schon kräftig angelaufen ist. Der chinesische E-Commerce, an dem Alibaba einen großen Anteil hält, kam im letzten Jahr auf ein Handelsvolumen von rund 600 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von 33,3 Prozent zum Vorjahr entsprach. Die Wachstumsrate ist im ländlichen Raum dabei doppelt so hoch wie in den Städten, liegt in absoluten Zahlen aber noch auf wesentlich geringerem Niveau.

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