VATM: Regierung macht Lobby-Arbeit für Telekom & bremst Glasfaser

Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: Alex Blackie
Ein neues Papier der Bundesregierung, das an die EU-Kommission adressiert ist, hat bei den Konkurrenten der Deutschen Telekom Bestürzung hervorgerufen. Es stelle im Grunde nichts anderes dar als eine staatliche Vertretung des Konzerns in Brüssel.

Infografik: Glasfaser-Versorung im internationalen VergleichGlasfaser-Versorung im internationalen Vergleich
In dem Schreiben geht es um die zukünftige Gestaltung der Regulierung des europäischen Telekommunikationsmarktes - und natürlich zu einem wesentlichen Teil auch um den Umgang mit den einstigen Staatsmonopolen. In ihren Kernforderungen übernehme die Bundesregierung hier zu einem guten Teil die Forderungen der Telekom, hieß es in einer Stellungnahme des Branchenverbandes VATM.

"Eine so weitreichende Positionierung, die ganz wesentlich den Standpunkt des marktbeherrschenden Unternehmens in Deutschland widerspiegelt und nicht die der Wettbewerber, kann aus unserer Sicht nicht so gegenüber Brüssel bestehen bleiben", zeigte sich VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner bestürzt.

Immer nur Vectoring

Ein wesentlicher Punkt sei dabei der Umbau der Infrastruktur zu einem zukunftsfähigen Glasfaser-Netz. Hier werde beispielsweise gerade nicht eindeutig dafür Stellung bezogen, die Anbindung von Häusern und Haushalten voranzutreiben. Stattdessen beschränkt man sich auf den FTTC-Ansatz, also die Verlegung von Glasfasern bis zu den Verteilerkästen. Das entspricht genau den Plänen der Telekom, die einerseits mit möglichst geringem Aufwand lediglich das DSL-Vectoring voranbringen will - auch da ihr hier die technischen Gegebenheiten sehr entgegenkommen. Denn um Vectoring realisieren zu können, muss hier ein einzelner Betreiber die Kontrolle über den Verteilerkasten haben, was in den meisten Fällen dann die Telekom sein wird.

Hinzu kommt, dass in dem Papier quasi noch weitere Einschränkungen auf die Kommunen zukommen würden, die den Glasfaser-Ausbau dann eben über ihre lokalen Stadtwerke in die Hand nehmen wollen. Auch hier übernehme man die Forderungen der Telekom, die natürlich kein Interesse daran hat, dass irgendein Konkurrent vorprescht. Zusammen mit anderen Punkten wäre das Ergebnis klar: Die Telekom kann weiter mit einem Glasfaser-Ausbau zögern und andere können die Aufgabe nicht übernehmen. "Die Investoren in den deutschen Markt würden abgeschreckt", so Grützner. Glasfaser, Licht, Fiber Glasfaser, Licht, Fiber Alex Blackie
Mehr zum Thema: DSL
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren35
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 10:00 Uhr Intel NUC i3 (Intel Core i3-4010U bis 1.70 Ghz, 4GB DDR3 RAM, 128GB SSD, ohne Betriebssystem) - Modula G4
Intel NUC i3 (Intel Core i3-4010U bis 1.70 Ghz, 4GB DDR3 RAM, 128GB SSD, ohne Betriebssystem) - Modula G4
Original Amazon-Preis
349
Im Preisvergleich ab
349
Blitzangebot-Preis
299
Ersparnis zu Amazon 0% oder 50

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden