Streit um WhatsApp: Lateinamerika-Chef von Facebook festgenommen

Facebook, Lateinamerika, Diego Dzodan Bildquelle: Festival of Media
Die schon länger andauernde Auseinandersetzung zwischen dem Messender WhatsApp und dem brasilianischen Staat hat einen weiteren Höhepunkt erreicht. Diego Dzodan, der beim Mutterkonzerns Facebook für das Lateinamerika-Geschäft zuständig ist, wurde jetzt von der Polizei festgenommen.
Beamte passten ihn gestern vor seinem Haus in einem der exklusiveren Stadtviertel von Sao Paulo ab und setzten einen Haftbefehl durch, der von einem Richter aus dem brasilianischen Bundesstaat Sergipe ausgestellt worden war. Dieser reagierte laut einem Bericht der BBC damit auf die fortgesetzte Weigerung von Facebook, im Rahmen von Ermittlungsverfahren Informationen über WhatsApp-Nutzer herauszugeben.

Der Richter Marcel Maia Montalvao hatte in der Vergangenheit wegen ähnlicher Fälle bereits zweimal Bußgelder gegen Facebook verhängt. Worum es im aktuellen Fall genau ging, habe er aus der Notwendigkeit einer Geheimhaltung von Ermittlungsvorgängen nicht öffentlich machen können, es sei aber um ein Strafverfahren gegen die organisierte Kriminalität und Drogenschmuggel gegangen.

Im Hintergrund: USA vs. Südamerika

In einer ersten Stellungnahme von Seiten des US-Konzerns wertete man die Aktion der brasilianischen Behörden als "extrem und unverhältnismäßig". Facebook sei jederzeit bereit, auf die Fragen der Behörden einzugehen, hieß es. Darüber, welche Reaktionen von dem Unternehmen kommen sollten, hat man aber offensichtlich unterschiedliche Vorstellungen. Das hat in der Vergangenheit schon mehrfach zu Verstimmungen geführt und im Dezember wurde sogar eine zweitägige Sperre von WhatsApp in den Netzen des Landes angeordnet.

Wer in der Sache Recht hat - das ist wohl stark vom jeweiligen Standpunkt abhängig. Facebook unterzieht Anordnungen zur Herausgabe von Daten einer eigenen Prüfung und verweigert teilweise Auskünfte, wenn sie nicht dem eigenen Rechtsverständnis entsprechen. Die brasilianischen Behörden sind hingegen durch das oftmals recht arrogante Auftreten von US-Firmen in Südamerika ohnehin nicht besonders gut auf den Norden zu sprechen und sehen in der Weigerung eher eine Fortsetzung der Ignoranz gegenüber den Rechtssystemen der Region.

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WhatsApp für Android: APK Version 2.12.489
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