Gehirn-Schnittstelle: Mikro-U-Boot dockt Sender direkt im Kopf an

Forschung, Stentrode, Mensch-Maschine-Interface Bildquelle: DARPA
Bei der Forschung nach einer detailgenauen und breitbandigen Schnittstelle zwischen dem Gehirn und einem elektronischen System gibt es jetzt einen deutlichen Fortschritt. Erste Tests seien im Tierversuch ziemlich erfolgversprechend verlaufen, verlautbarte es von Seiten der DARPA.
Das entsprechende Forschungsprojekt steht also unter der Finanzierung der Forschungsgesellschaft des US-Militärs. Doch nicht nur dieses sucht seit geraumer Zeit nach besseren Mensch-Maschine-Schnittstellen. Denn die inzwischen recht verbreiteten Messsysteme für elektrische Ströme im Gehirn über entsprechende Sensoren außerhalb des Kopfes sind doch recht ungenau für viele denkbare Anwendungen.

Will man höhere Detailstufen und Bandbreiten erreichen, bedarf es einer direkteren Anbindung der Schnittstelle ans Gehirn. Bisher gab es aber keine Möglichkeit, eine solche zu erreichen, ohne ein Loch in die Schädeldecke zu bohren. Für den praktischen Einsatz ist solch ein Weg aber aus naheliegenden Gründen keine Option. An der australischen University of Melbourne wurde nun aber eine alternative Methode entwickelt, die recht vielversprechend ist, berichtete das US-Magazin The Daily Beast.

Forschung an StentrodenForschung an StentrodenForschung an StentrodenForschung an Stentroden

Der Neurologe Tom Oxley hat mit seinem Team eine so genannte "Stentrode" entwickelt. Dabei handelt es sich um einen entsprechenden Sensor und einen Sender, die in eine sehr kleine und flexible Kapsel eingebaut werden. Das Ganze kann dann über den Blutkreislauf an die gewünschten Stellen im Körper gelangen.

Die Basis für die Entwicklung bilden Stents, die in der Medizin zur Reinigung verstopfter Blutgefäße eingesetzt werden. Die Arbeit mit der Stentrode wirkt dabei wie das Szenario eines Science Fiction-Films: Von außen wird der Weg des Moduls durch den Blutkreislauf nachverfolgt. Wenn es an der richtigen Stelle im Gehirn angekommen ist, sendet man einen Impuls und das Gerät heftet sich an die Wand der Ader. Von dort aus können nun über längere Zeit die Nervenimpulse gemessen werden.

Das entsprechende Forschungsprojekt läuft mit Finanzierung durch die DARPA seit gut vier Jahren. Inzwischen konnten vielversprechende Tests an Schafen durchgeführt werden. Über sechs Monate hinweg blieb das Gerät in den Tieren an seinem Platz und ermöglichte genaue Aufzeichnungen von Hirnströmen. Frühestens im kommenden Jahr könnten nun erste Versuche mit menschlichen Probanden folgen. Forschung, Stentrode, Mensch-Maschine-Interface Forschung, Stentrode, Mensch-Maschine-Interface DARPA
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren11
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 19:35 Uhr Synology DS716+II/2TB-RED NAS-System
Synology DS716+II/2TB-RED NAS-System
Original Amazon-Preis
627,36
Im Preisvergleich ab
502,00
Blitzangebot-Preis
503,20
Ersparnis zu Amazon 20% oder 124,16

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Tipp einsenden