Browser: Opera will sich für 1,2 Mrd. Dollar nach China verkaufen

Browser, Logo, Opera Bildquelle: Opera
Der norwegische Browser-Hersteller Opera steht offenbar vor einem Verkauf an chinesische Investoren. Man habe ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar bekommen, so die Unternehmensführung. Die Investoren sollen dem Angebot nun zustimmen, da der Vorstand den Schritt für lohnenswert hält.
Opera verkündete heute, dass der Vorstand einen Verkauf des Unternehmens an das chinesische Konsortium einstimmig für richtig hält und den Anteilsinhabern deshalb rät, dem Verkauf zuzustimmen. Für Opera ergeben sich durch die Übernahme neue Möglichkeiten zur erfolgreichen Expansion in China, während die Investoren von einem deutlichen Aufschlag gegenüber dem aktuellen Aktienkurs profitieren könnten.

Siehe auch: Wir lieben dich für deine Tabs - Happy 20th Birthday Opera

Das milliardenschwere Übernahmeangebot kommt von einer ganzen Gruppe chinesischer Unternehmen und Investment-Fonds, zu denen der Internet-Sicherheitsdienstleister Qihoo360, die Firma Beijing Kunlun sowie die Fondsbetreiber Golden Brick und Yonglian gehören. Opera zufolge stellt das Angebot in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar ein Plus von 56 Prozent gegenüber dem aktuellen Aktienkurs dar.

Opera hat derzeit nach eigenen Angaben ungefähr 350 Millionen Nutzer in der ganzen Welt. In der westlichen Welt ist der Opera-Browser auf dem Desktop aber kaum von Bedeutung, weil die Märkte hier von Google Chrome, Mozilla Firefox und Microsofts Browsern dominiert werden. In China könnte Opera vor allem deshalb Erfolg haben, weil dort auf mobilen Geräten mit Android-Betriebssystem die Google-Dienste inklusive des Chrome-Browsers nicht ab Werk vorinstalliert werden.

Dadurch bleibt recht viel Spielraum für Drittanbieter, was Opera die Chance lässt, seinen Browser in Kooperation mit lokalen Firmen wie eben Kunlun und Qihoo360 auf die Geräte von Millionen chinesischen Anwendern zu bringen. Diese Möglichkeit ist es auch, die Opera-Chef Lars Boilesen als wichtigstes Argument anführt: es gebe eine starke strategische Logik in der Übernahme von Opera durch das chinesische Konsortium, das seiner Meinung nach über eine starke Marktposition und viel Erfahrung in aufstrebenden Märkten wie etwa China verfügt und somit als Eigner bestens gerüstet ist.

Opera bietet bereits seit 1997 einen eigenen Browser an, nachdem das Unternehmen schon 1995 gegründet wurde. Seitdem konnte man zwar nie den Spitzenplatz unter den Browser-Herstellern erlangen, kann aber auf eine treue Fangemeinde zählen. Opera gehörte auch zu den ersten Anbietern eines wirklich für mobile Geräte konzipierten Browsers, konzentrierte sich zuletzt aber vermehrt auf seine Werbe- und Datenkompressionstechnologie Opera Max.

Download
Opera 35 - Alternativer Browser für Windows
Internet, Browser, Opera, opera next, Opera Next 15 Internet, Browser, Opera, opera next, Opera Next 15 Opera
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren8
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 10:00 UhrMad Catz S.T.R.I.K.E.M Wireless QWERTZ-Tastatur für PC und Konsole
Mad Catz S.T.R.I.K.E.M Wireless QWERTZ-Tastatur für PC und Konsole
Original Amazon-Preis
54,99
Im Preisvergleich ab
54,90
Blitzangebot-Preis
33,00
Ersparnis zu Amazon 0% oder 21,99

Tipp einsenden