Angespielt: XCOM 2 - Nie war die Alien-Jagd besser. Und schwerer

"Schwermachen" war ohnehin das inoffizielle Motto der Entwickler, hier hat man sich wohl am meisten an The Long War orientiert. Denn wie die Total-Conversion ist XCOM 2 bockschwer und das bereits auf der zweiten von vier Schwierigkeitsstufen. Man könnte sicherlich auch von zu schwer sprechen, wenn man nicht eingefleischter Genre-Fan ist. Doch selbst Letztere bekommen hier einiges zu tun.

Keine Zeit

Das liegt auch an den knappen Zeit- bzw. Rundenlimits. Denn in geschätzt der Hälfte aller Missionen muss man bestimmte Aufgaben innerhalb einiger Runden absolvieren. Häufig muss man aus Zeitgründen die gewohnte Vorsicht über Bord werfen und unabhängig von möglichen Gegnern und der taktischen Position lospreschen. Hier hat es Firaxis aber womöglich zu "gut" mit uns gemeint, denn vor allem anfangs hat man arg zu kämpfen. Je besser die Truppe ausgerüstet ist und man die Einheit von vier auf sechs Plätze aufgestockt hat, desto leichter wird es. Hier sollten die Entwickler aber vielleicht dennoch per Patch noch etwas nachbessern und die Limits entschärfen.

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Die Missionen selbst bieten nun ebenfalls mehr Vielfalt: Man hat diverse Eskortier-Varianten, die bereits bekannten Vergeltungsschläge, bei denen man Zivilisten retten muss, das Verteidigen oder Zerstören von Kommunikationsposten und noch einiges mehr. Neu ist übrigens, dass man nun anfangs "frei" agieren kann: Denn bis man zum ersten Mal von den Aliens entdeckt wird, kann man sich ohne Einschränkungen auf der Karte bewegen und seine Soldaten möglichst optimal positionieren. Das ist eine kleine, aber durchaus sinnvolle Ergänzung des Spielprinzips.

Kamera und Interface

Nicht geändert hat sich hingegen die grundsätzliche Oberfläche bzw. Art der Steuerung. Die Kamera lässt sich nach wie vor nur in vier Winkel und Perspektiven drehen. Das war seinerzeit ein Eingeständnis an die Konsolenfassung, eine zumindest optionale freie Kamera wäre aber wünschenswert gewesen. Auch das ständige doppelte Bestätigen aller Aktionen ist ein Überbleibsel aus Konsolentagen.


Zwar ist XCOM 2 PC-exklusiv, aber möglicherweise haben die Entwickler im Hinterkopf, irgendwann einmal doch eine Konsolen-Fassung nachzureichen, was diese Elemente erklären würde. Wirklich schlimm sind diese beiden kleinen Macken aber auch nicht.

Fazit

Für Firaxis-Verhältnisse ist XCOM 2 bereits ein unglaublich gutes Spiel, das das Herz jedes Rundenstrategen erfreuen wird. Der auf dieses Genre spezialisierte Entwickler ist ja bekannt dafür, seine Games mit jeder Erweiterung sinnvoll zu verbessern. Und XCOM 2 legt die Latte bereits ungewöhnlich hoch, höher als es bei Civilization 5 oder dem Ableger Beyond Earth der Fall war. Man kann sich zudem bereits jetzt schon freuen, was die Modder, die Firaxis mit offenen Armen empfängt, machen werden.

Doch selbst wenn man Modifikationen nicht unbedingt will oder benötigt: Auch das Hauptspiel bietet schon enormen Gegenwert für das Geld. Man kommt bereits in einem ersten Durchlauf der Kampagne nahe an die 100 Stunden Spielzeit, überdies hat XCOM 2 auch einen enormen Wiederspielwert.

Wer den ersten Teil schon gemocht hat, der kann völlig bedenkenlos zugreifen. Man sollte sich aber darauf gefasst machen, dass man fluchen und schimpfen wird, wenn ein geliebter Soldat ins Gras beißt, weil der Schwierigkeitsgrad womöglich etwas zu hoch ist. Aber seien wir uns ehrlich: Besser zu schwer als zu leicht.
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