Jolla bestätigt: nicht jeder Crowdfunder wird sein Tablet bekommen

Tablet, Jolla, Sailfish OS Bildquelle: Jolla
Über zweieinhalb Millionen US-Dollar hat das von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern gegründete Unternehmen Jolla bei Indiegogo für die Finanzierung ihres ersten Tablets mit dem selbst entwickelten OS Sailfish eingesammelt. Dennoch muss Jolla nun zugeben: Nicht alle Unterstützter werden ihre versprochenen Belohnung erhalten können.
Damit bestätigt Jolla nun selbst in einem Beitrag zum neuen Jahr die schon vor einigen Wochen aufgekommenen Zweifel an dem Crowdfunding-Projekt. Denn Jolla ist pleite und die großen Investoren abgesprungen - und nicht zum ersten Mal. Nach mittlerweile drei bekannten Strategiewechseln, wozu im übrigen auch der Versuch mit der Finanzierung über Indiegogo gehört, sieht es von außen so aus, als wäre das Projekt Jolla komplett gescheitert.

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Zukunftsaussicht? So richtig konkret wird Jolla nicht

Jolla selbst sieht das aber derzeit noch nicht so. Im Firmenblog kündigen sie zwar an, dass nicht jeder, der bei der Crowdfunding-Phase mit eingezahlt hat, seine Belohnung (zumeist ein Tablet mit Sailfish) erhalten wird. Alle Unterstützer können jedoch sicher sein, dass sie nicht mit leeren Händen dastehen werden, schreibt Jolla, man habe dazu noch einige Überraschungen auf Lager und werde seine Unterstützer kontaktieren, sobald alles feststehe. Nach dem aktuellen Stand der Dinge werde man einen Teil der Unterstützer im Januar mit weiteren Details anschreiben, einige werden ihre Tablets bekommen und andere dann allem Anschein nach ein Alternativangebot.

Mehr dazu: Ex-Nokianer in Geldnöten: Jolla vertröstet Tablet-Unterstützer

Das Unternehmen hatte bei Indiegogo die für Europa und Asien erfolgreichste Kampagne bislang gestartet und insgesamt 2.575.369 US-Dollar Finanzmittel gesammelt. Nur in den USA gab es bislang höher finanzierte Projekte. Gebracht hat der Erfolg weder Jolla noch den Unterstützern etwas.

Enttäuschung

21.644 Personen hatten sich dabei eine Vorkaufsoption für die ersten Jolla-Tablets zu einem günstigen Preis gesichert. Geld fließt erst, wenn die Geräte ausgeliefert werden, daher ist für die Crowdfunder vielmehr Enttäuschung als finanzieller Schaden zu beklagen.

Die Entwickler, eine Gruppe aus Ex-Nokia-Mitarbeiter, sind damit dennoch auf voller Linie gescheitert, auch wenn die Finnen in ihrem Blogbeitrag für 2016 äußerst positiv gestimmt klingen.

Man darf aber nicht vergessen, dass sie Insolvenz angemeldet haben und bereits zahlreiche Mitarbeiter entlassen mussten. Und ob sie allein mit ihrer Software den Trend aufhalten können, darf doch stark bezweifelt werden.

Siehe auch: Ex-Nokianer: Jolla stößt Hardware ab und setzt alles auf Sailfish OS

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