Pegida-Song & Mein Kampf: daran will sich nicht mal Amazon bereichern

Amazon, Pegida, Hitler, Mein Kampf Bildquelle: Adam Jones, Ph.D. / Wikipedia
Der Onlinehändler Amazon steht recht häufig in der Kritik. Im Dezember hat Amazon Deutschland nun aber einen ganzen Haufen Karma-Punkte gutgemacht - und zwar für den Umgang des Unternehmens mit der rechtspopulistischen Organisation Pegida sowie mit den Plänen für eine Neuauflage von Adolf Hitlers Mein Kampf.
Die Organisation Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisiserung des Abendlandes) hat seit kurzem eine eigene "Hymne". Der Pegida-Song "Gemeinsam sind wir stark!" von "Peggy Sounds" kann als Download (Kostenpunkt 1,29 Euro) unter anderem bei Amazon bezogen werden. Das ganze klingt zwar nach einem Witz (vor allem, wenn man sich das Lied anhört), ist aber vollkommen Ernst gemeint. Wie gut die Hymne ankommt, kann man sich in den mittlerweile bereits über 160 negativen, teils aber sehr lustigen Reviews und 1-Stern-Bewertungen zu Gemüte führen. Wer das Werk kauft, unterstützt damit natürlich die Macher und damit Pegida; ein Teil der Erlöse kommt nun aber auch der Flüchtlingshilfe zugute. Damit kehrt Amazon die Aktion der Musiker zumindest ein wenig um und lässt sich nicht als Plattform für Fremdenfeindlichkeit und für die Unterstützung von Fremdenfeindlichkeit missbrauchen. Pegida HymneAmazon hilft! Der Erlös des Pegida-Songs geht an die Flüchtlingshilfe.

Amazons Anteil wird gespendet

Denn wie Amazon mitteilt, spendet das Unternehmen jetzt die Erlöse aus dem Verkauf direkt an eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Flüchtlingen.

Siehe auch: Rechts gegen Rechts: "Hass hilft" spendet 1 Euro pro Hetz-Kommentar

Amazon will mit der Pegida-Sache kein Geld verdienen (wir auch nicht, daher verlinken wir den Song nicht). Ähnlich verfährt das Unternehmen in Deutschland auch mit Hitlers Hetzschrift Mein Kampf. Morgen, am Silvester-Tag 2015, erlöschen die Urheberrechte an "Mein Kampf". 70 Jahre nach Hitlers Tod könnte das Hasswerk damit als gemeinfrei publiziert werden. Um das umstrittene Werk aber nicht ganz kritiklos herauszugeben, hat sich das Institut für Zeitgeschichte dazu entschlossen, eine wissenschaftlich kommentierte Gesamtausgabe zu Mein Kampf herauszugeben.

Der Streit um eine egal wie geartete Neuauflage des Buches in Deutschland ist aber anhaltend. Daher hat Amazon sich auch dazu bereits geäußert: Man plane, alle Erlöse der neuen Auflage gemeinnützigen Zwecken zukommen zu lassen. Andere Buchhändler hatten mitgeteilt, sie wollen Mein Kampf nicht öffentlich ausstellen und nur auf Nachfrage bestellen (via taz).

Mehr dazu: Nach Morddrohungen: Grünen-Politiker erstattet Anzeige gegen Pegida Amazon, Pegida, Hitler, Mein Kampf Amazon, Pegida, Hitler, Mein Kampf Adam Jones, Ph.D. / Wikipedia
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