Galileo nimmt Form an: Sojus trägt neue Satelliten in den Orbit

Satellit, Galileo, Positionierungssystem Bildquelle: Galileo
Das europäische Satelliten-Navigationsnetz Galileo ist seit heute um zwei weitere Knotenpunkte größer: Am frühen Nachmittag wurden zwei weitere Satelliten erfolgreich auf ihren Weg gebracht. Aktuell scheint somit alles nach Plan zu verlaufen.

Sojus trägt Galileo-SatellitenSojus trägt Galileo-Satelliten
In der Liste der Betreiber werden die beiden heute gestarteten Satelliten mit den Nummern 11 und 12 geführt. Am späten Nachmittag sollen sie vom Trägermodul abgekoppelt werden und fortan in ihren neuen Umlaufbahnen ihre Kreise um die Erde ziehen. Sie sind dann von der Oberfläche rund 23.000 Kilometer entfernt.

Der heutige Start erfolgte vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guyana) aus. Als Launcher kam eine Sojus zum Einsatz, die die Europäer seit einiger Zeit als mittelgroßes System von Russland kaufen und für die eigens eine Startrampe gebaut wurde.

Die Planungen sehen vor, dass bis zum Jahr 2020 dann 30 Satelliten im Orbit platziert werden. So viele werden allerdings nicht nötig sein, damit Galileo funktioniert. Einige Flugkörper werden als Backups vorgehalten. Erste Basis-Funktionen will man schon ab dem kommenden Jahr anbieten können. Bis dahin sind allerdings noch einige Starts notwendig. Mit den seit heute fliegenden Satelliten kann das entstehende Netzwerk zumindest weitergehenden Tests unterzogen werden.

Nach den ersten Planungen des Galileo-Projektes sollte das System schon bereits im Jahr 2008 in Betrieb gehen. Allerdings kam es immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen den Betreiber-Staaten, wodurch die Sache sich immer weiter verzögerte. Das bedeutete auch, dass das ohnehin schon milliardenschwere Programm immer teurer wurde.

Derzeit ist absolut fraglich, ob Galileo jemals wirtschaftlich erfolgreich sein und seine bisherigen Kosten wieder einspielen wird. Immerhin sind mit dem alten US-System GPS und dem neueren russischen Glonass schon zwei Konkurrenten vorhanden, die sich bereits bewährt haben. Allerdings geht es in der Sache ohnehin vor allem darum, von den beiden genannten Systemen unabhängig zu sein. Insofern kann Galileo auch als großangelegte Wirtschaftsförderung betrachtet werden - denn das ausgegebene Geld selbst bleibt ja auf der Erde. Satellit, Galileo, Positionierungssystem Satellit, Galileo, Positionierungssystem Galileo
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