Microsoft-Forscher: Sprachbarrieren gibt es in 10 Jahren nicht mehr

Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Bildquelle: Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
Der Software-Konzern Microsoft hat zahlreiche seiner Beschäftigten, die sich mit Zukunftstechnologien beschäftigen, nach ihren Prognosen für das kommende Jahr und die Zeit danach befragt. Die Essenz dessen ist zwar nicht komplett überraschend, verspricht aber tiefgreifende Veränderungen.
Die meisten Trends, die von den Microsoft-Forschern und -Entwicklern hier genannt wurden, drehen sich rund um das Thema der selbstlernenden Systeme. Hier hatte es in den letzten Jahren wesentliche Fortschritte in der Forschung gegeben, die in zahlreichen Bereichen Anwendungen entstehen lassen, die völlig neue Aufgaben übernehmen können.

Noch steckt das Gebiet in der Praxis aber in den Kinderschuhen und es werden noch verschiedene Grundlagen benötigt, bis es richtig abheben kann. Sorgen bereitet dies den Forschern aber nicht. "2016 werden wir das Aufkommen neuer Silizium-Architekturen erleben, die für die intensiven Lasten des Maschinenlernens ausgelegt sind und wesentlich mehr Performance bereitstellen können als heutige GPUs", ist sich Chris Bishop, der Leiter von Microsoft Research in Großbritannien sicher.


Bald keine Sprachbarrieren mehr

Ausgehend von diesen Neuerungen rechnet er beispielsweise damit, dass es riesige Durchbrüche dabei geben wird, wie Computer mit natürlicher Sprache umgehen können. "Bis 2026 werden maschinelle Übersetzungen zwischen allen europäischen Sprachen allgegenwärtig sein und das in einer Qualität, wie man sie von Menschen kennt, dadurch werden die Sprachbarrieren in Europa endgültig überwunden", ist sich Bishop sicher.

Damit steht der Microsoft-Forscher keineswegs allein da. Auch viele andere, darunter Li Deng von Research Next rechnet bereits im kommenden Jahr mit rasanten Weiterentwicklungen bei der maschinellen Sprachverarbeitung. Die gleiche Technologie werde aber auch in vielen anderen Bereichen Neues entstehen lassen, was sich auf die Entwicklung der Welt auswirkt.

Deep Learning werde die Künstliche Intelligenz in mehreren Facetten auf menschliches Niveau oder darüber hinaus bringen. "Und Technologien aus dem KI-Bereich werden den Alltag ganz normaler Menschen tiefgreifend durchdringen", so Lis Prognose für die kommenden zehn Jahre.

Die neuesten Deep Learning-Algorithmen verfolgen Ansätze, die noch vor einigen Jahren mangels ausreichender Rechenleistungen kaum denkbar waren. Lange wurde beispielsweise versucht, die Sprachverarbeitung und Übersetzungen weiterzuentwickeln, indem man Computern erst einmal grundlegende Regeln vermittelte und dann eine Verfeinerung anstrebte, indem Ausnahmen und ähnliches eingebaut wurden.

Nun wird es aber möglich, quasi Meta-Algorithmen einzusetzen, die gar nicht zwingend darauf optimiert sind, mit Sprache umzugehen. Deep Learning sorgt hier dafür, dass sie auf Grundlage der Daten, mit denen sie gefüttert werden, ein eigenes Verständnis der Sache entwickeln und so letztlich auf einen Stand kommen, der durch eine feste Programmierung kaum zu erreichen wäre.

Microsoft: Prognosen für 2016 bis 2026 Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
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