Bittere Vorwehen: Yahoo erwägt Verkauf des Kerngeschäfts

Iphone, Yahoo, Marissa Mayer
Internetgigant Yahoo steht am Scheideweg. Laut einem Bericht des Wall Street Journals laufen vom heutigen Mittwoch bis Freitag Gespräche über den Verkauf des Yahoo Kerngeschäfts - der Konzern soll sich von seinem Internetgeschäften komplett zurückziehen. Yahoo-Chefin Marissa Mayer und der Verwaltungsrat müssen sich allem Anschein nach dem Druck der Investoren beugen.
Das berichtet das Wall Street Journal mit Verweis auf Personen, die an den Planungen beteiligt sind. Demnach soll sich der bereits im Sommer angestoßene Verkauf von Yahoos Anteilen an dem Onlinekonsortium Alibaba zu einem Boomerang entwickelt haben. Denn eigentlich wollte Marissa Mayer die Alibaba-Beteiligunen abstoßen und die Gewinne an die Aktionäre ausschütten. Steuerrechtliche Fragen verhagelten aber die Gewinnaussicht. Einige Aktionäre forderten daraufhin den Stopp der Verkaufsplanungen und schlugen stattdessen den Verkauf des unrentablen Internetgeschäfts von Yahoo, also seinem Kerngeschäftsfeld, vor.

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Mayer steht auf wackligen Boden

Druck soll dabei vor allem von Finanzinvestor Starboard Value kommen. Dieser soll darauf eingewirkt haben, dass Yahoo-Chefin Mayer den Verkauf ernsthaft in Betracht ziehe. Hintergrund sind die Werte, die den einzelnen Yahoo-Konzernteilen zugeschrieben werden. Demnach soll das Kerngeschäft quasi mit Null bewertet worden sein. Es geht dabei vorrangig um das Suchmaschinen- und Anzeigen-Geschäft.

Für die Anleger war die bisherige Taktik nicht von Erfolg gekrönt. Mayer steht auf wackligen Boden. Es wurden immer mehr Stimmen laut, die den Anteilverkauf an Alibaba als einen großen finanziellen Fehler gesehen haben. Denn Yahoo war bereits vor zehn Jahren bei Alibaba eingestiegen, hatte dann aber in mehreren Schritten die Anteile bis auf 20 Prozent verkauft. Nun sollen auch diese noch zu Geld gemacht werden.

Für Yahoo ist es so oder so Zeit für eine Trendwende. Der Konzern hat allein im zurückliegenden Jahr fast ein Drittel seines Börsenwerts verloren. Zudem gibt es eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr.

Marissa Mayer spielt dabei vor allem auf Zeit. Sie hatte sowohl öffentlich als auch in den Investorenrunden immer wieder deutlich gemacht, dass eine Kehrtwende für das große Unternehmen mit seinen mehr als 11.000 Mitarbeitern weltweit vor allem Zeit benötige. Ob sie mit dieser Strategie weiterhin Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten.

Siehe auch: Wirtschafts-Professor: Bei Yahoo ist nur ein Gnadenschuss sinnvoll Iphone, Yahoo, Marissa Mayer Iphone, Yahoo, Marissa Mayer
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