GVU-Jahresbericht gibt Eindruck eines Kampfes gegen Windmühlen

Filesharing, Keyboard, Share Bildquelle: Niklas Wikström / Flickr
Der Jahresbericht der "Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen" (GVU) zeigt ziemlich klar, dass die Medienindustrie im Internet quasi einen Kampf gegen Windmühlen führt. Den Download- und Streaming-Portalen kommt man durch Verfolgung im Grunde kaum bei.
Alle paar Monate freut man sich, dass einmal mehr ein entsprechendes Portal stillgelegt werden konnte, und feiert dies Öffentlichkeitswirksam. Doch meist dauert es maximal wenige Tage, bis das Angebot mit neuem Namen und neuer Adresse zurück ist. Hinzu kommt, dass andere Betreiber schnell versuchen, in das entstehende Vakuum vorzudringen und Alternativen anzubieten.

Nach eigenen Angaben ermittelt die GVU so inzwischen gegen 257 aktive Portale, von denen sich 226 vor allem an deutsche Nutzer richten. Weitere 322 Portale sind derzeit zwar offline, bleiben aber auf dem Radar, da sie jederzeit wieder aktiv werden können. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn zwar ein Server abgeschaltet werden konnte, die Betreiber aber nicht identifiziert wurden. Diese dürften dann vorsichtshalber für einige Zeit die Füße stillhalten, um irgendwann aber weiterzumachen.

Zunehmend professionelle Kriminalität

Das ist auch wenig verwunderlich - denn der Betrieb solcher Portale ist durchaus ziemlich lukrativ. Anbieter sind längst nicht mehr die selbstlosen Gruppen der ersten Zeit, denen es vor allem darum ging, etwas Ruhm in der Szene einzusammeln. Die großen Portale sind weitgehend professionell aufgestellt - was letztlich bedeutet, dass die Sache ein gutes Stück im kriminellem Umfeld stattfindet. "Diese Szene ist Teil der organisierten Cyber-Kriminalität, die zur Durchsetzung ihrer Profit-Interessen jetzt auch vor Gewaltanwendung nicht mehr zurückzuschrecken scheint", sagte der scheidende GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy.

Entsprechend werden auch die großen Erfolge weniger. Die GVU steckt noch immer voll im Prozess gegen die Betreiber von Kino.to und dem Nachfolger Kinox.to - von denen letzterer sich bester Gesundheit erfreut. Als neue Erfolge feiert man die Stilllegung des Filehosters Skyload und die Verurteilung eines Pärchens, das in Kinos abgefilmt hat. Filesharing, Keyboard, Share Filesharing, Keyboard, Share Niklas Wikström / Flickr
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