Zähne an deutschen Nutzern ausgebissen: Otto stellt Bezahldienst ein

Geld, Euro, Geldschein Bildquelle: Henry Herkula / Flickr
Der Handelskonzern Otto wird seinen vor einiger Zeit mit großen Ambitionen gestarteten Bezahldienst Yapital demnächst einstellen. Seitens des Unternehmens äußerte man sich recht enttäuscht über die Entwicklung des Marktes und die viel zu hoch gegriffenen Prognosen.
"Die Geschäftsentwicklung und vor allem die Entwicklung der Endkundenzahl ist in diesem Bereich zum aktuellen Zeitpunkt schlicht nicht kalkulierbar. Bereits vor drei Jahren sprach man vom Mobile-Payment Durchbruch, und dennoch gibt es heute laut Studien gerade mal 200.000 Nutzer in Deutschland", erklärte Marc Berg, Geschäftsführer von Yapital.

Yapital stellte eine Kombination aus Online-Payment und einem mobilen Zahlungssystem für den stationären Einzelhandel dar. Wie Berg ausführte, war von Anfang an klar, dass das Henne-Ei Problem gelöst werden musste. Immerhin lassen sich nur Nutzer gewinnen, wenn das Sytem in der Praxis bei vielen Händlern nutzbar ist und die Händler werden nur in eine Aufrüstung ihrer Systeme investieren, wenn ausreichend Kunden eine Nachfrage aufbauen.

Der Einzelhandel spielte sogar mit

"Leider haben wir nur eine Seite lösen können - die Gewinnung von attraktiven Partnern aus dem Einzelhandel", führte Berg aus. Bis zuletzt sei man optimistisch gewesen, dass auch die andere Seite nachzieht. Das war aber schlicht nicht der Fall. Insbesondere Deutschland ist für neue Bezahldienste ohnehin ein schwieriger Markt und die Verbrauchergewohnheiten ändern sich nur langsam.

Wie sich nun herausstellte, ändert sich die Haltung der Nutzer sogar noch viel langsamer, als von allen Marktbeobachtern prognostiziert wurde. Um den Dienst zumindest halbwegs erfolgreich werden zu lassen, hätten sich Verbraucher auch von sich aus nach einem neuen Verfahren umsehen müssen - was schlicht nicht passierte. So wäre nun nur die Möglichkeit geblieben, Neukunden durch reines Marketing zu gewinnen. Allerdings war klar, dass dies nicht wirtschaftlich umsetzbar gewesen wäre.

Daher zieht man nun zum 31. Januar 2016 den Schlussstrich unter die Sache. Zu diesem Termin werden alle Yapital-Konten auf Nutzer- und Händlerseite gekündigt, hieß es. Der Standort in Hamburg wird geschlossen. Lediglich in der Niederlassung in Luxemburg wird man noch eine Rumpfbelegschaft behalten und einen Teil des Dienstes für das Geschäft zwischen Unternehmen fortführen. Geld, Euro, Geldschein Geld, Euro, Geldschein Henry Herkula / Flickr
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