Microsoft Surface Pro 4 Test: Selbst perfekte Tablets haben Macken

Speicher

Die im Surface Pro 4 verbaute SSD ist ein mit der auch im normalen Handel erhältlichen Samsung 950er Serie verwandtes OEM-Modell, das in unserem Testgerät eine Kapazität von 256 Gigabyte hat. Es handelt sich dementsprechend um eine PCIe-SSD, die den neuen NVMe-Standard nutzt. Die Geschwindigkeit ist daher zumindest beim Lesen absolut enorm, denn man erreicht dabei Werte jenseits von 1,2 Gigabyte pro Sekunde - vor noch nicht allzulanger Zeit absolut unvorstellbare Werte im Consumer-Bereich.
Microsoft Surface Pro 4: SSD-ProblemSurface Pro 4: SSD scheitert am 4K-Test... Microsoft Surface Pro 4: SSD-Problem...mit dem richtigen Treiber stimmt die Leistung
Bei den Schreibgeschwindigkeiten holt die Realität den Anwender dann schnell wieder auf den Boden, denn es werden in diesem Fall nur Raten in Höhe von rund 300 Megabyte pro Sekunde erreicht. Dennoch kann man mit der erreichten Leistung durchaus hochzufrieden sein, trägt die SSD hier doch zu einem sehr flüssigen Nutzungserlebnis ihren Teil bei. Damit die SSD im Surface Pro 4 ihren Dienst möglichst einwandfrei verrichten kann, muss man allerdings ein Problem berücksichtigen, das bereits andeutet, dass beim neuen Microsoft-Tablet noch lange nicht alle Macken beseitigt sind - auch wenn diese eigentlich im Bereich der Software zu suchen sind, aber dann doch für die Hardware zum Problem werden. Microsoft Surface BookSamsung PM951 SSD: NVMe sorgt für hohe Geschwindigkeit, Bug bremst Schreibvoränge aus So liefert Microsoft das Gerät aktuell noch mit einem fehlerhaften Standard-Treiber beziehungsweise ohne wirklich passende Treiber für die SSD aus. Wie wir bereits berichteten, bremst dies die eigentlich sehr potente Samsung-SSD teilweise massiv aus. Gerade beim im Alltag so wichtigen Schreiben von 4K-Blöcken fällt die Performance der SSD ohne die richtigen Treiber beziehungsweise Einstellungen beim Surface Pro 4 ins absolut Bodenlose. Die von uns gemessenen Benchmark-Werte beziehen sich selbstverständlich auf den Betrieb der SSD mit den von Samsung eigentlich für die Retail-Varianten seiner 950er-SSDs zur Verfügung gestellten Treibern und der Abschaltung der Verwaltung des SSD-Caches durch Windows 10 selbst.

Siehe auch: Surface Pro 4: Fehleinstellung & fehlender Treiber bremsen SSD aus

Bugs, Bugs und noch mehr Bugs

So gut Microsofts Hardware auf den ersten Blick auch scheinen mag, so wichtig ist ein Hinweis darauf, dass das Surface Pro 4 wie schon sein Vorgänger in manchen Fällen alles andere als rund läuft. So gehören Treiber-Probleme wie im Fall der SSD auch in einigen anderen Bereichen für manche Anwender in mehr oder weniger massiver Form leider zum Alltag. Das von mir selbst genutzte Testgerät kam zwar in den rund zwei Wochen meiner Verwendung zum Glück ohne all diese Probleme aus, doch ein zweites inzwischen von einem Kollegen erworbenes Gerät stellte sich als fast unbenutzbar heraus.

Es gibt noch immer die schon vom Surface Pro 3 bekannten Probleme mit einem plötzlich aussteigenden WLAN-Treiber, gelegentlichen und zumindest für den Nutzer grundlosen Abstürzen der Grafiktreiber und obendrein kann es vorkommen, dass das Gerät nicht ordnungsgemäß in den Standby-Modus wechselt, sondern sich komplett abschaltet.

Sehr nervig auch: Im Zusammenspiel mit diversen Routern (in unserem Fall Fritz Box 7390) verhält sich der Konnektivität alles andere als zuverlässig. So funktioniert Windows Update beispielsweise reproduzierbar solange gar nicht (Fehlermeldung 0x8024401C), bis in der Registry ein Schlüssel von Hand geändert wurde. Da muss man erstmal drauf kommen... Microsoft Surface Pro 4Surface Pro 4: Fast perfektes Gesamtpaket, wenn da nicht die Software wäre Die Probleme mit den Treibern für Grafik und WLAN sind auch bei anderen Windows 10-basierten Geräten zu beobachten, so dass offen ist, ob es sich wirklich um eine Macke des Surface Pro 4 handelt oder ein relativ weit verbreitetes Problem, das auf das Betriebssystem zurückzuführen ist. Außerdem kann es vorkommen, dass der Stylus seine Bluetooth-Verbindung zum Tablet verliert. Aber auch wenn die Bluetooth-Verbindung bestehen bleibt, verweigert der Stift teilweise ohne einen für uns erkennbaren Grund seine Funktion. Dann ist keine Eingabe über den Stylus mehr möglich - bis zum nächsten Neustart.

Microsoft versucht seit dem Launch des Surface Pro 4 immer wieder mit neuen Updates für Firmware und Treiber für mehr Stabilität und Zuverlässigkeit zu sorgen, so dass man nur hoffen kann, dass man die aktuell noch bestehenden Schwierigkeiten kurz- bis mittelfristig in den Griff bekommt.


Fazit

Das Microsoft Surface Pro 4 ist zweifellos das beste Tablet, das die Redmonder jemals gebaut haben. Mit seiner hochwertigen Verarbeitung und den Premium-Materialien, reichlich und vor allem auf längere Zeit abrufbarer Leistung, einem sinnvollen und effektiven Kühlkonzept, einem hervorragenden Display, dem vielseitigen Stylus und dem deutlich besseren und tatsächlich gern genutzten Type-Cover macht das Gerät praktisch alles besser als der Vorgänger. Es gibt zwar Schwächen wie die Farbblasen beim Stylus-Einsatz oder auch die begrenzte "Lapability", doch das größte Problem sind die bei manchen Geräten auftretenden Software-Macken.

Sollte Microsoft diese bald in den Griff bekommen, wäre das Surface Pro 4 eigentlich fast uneingeschränkt empfehlenswert, wenn man denn über das nötige Kleingeld verfügt, um die mindestens 1099 Euro für das "kleinste" Core i-basierte Modell bzw. die 1449 Euro für die von uns getestete Variante mit doppeltem Speicher zu berappen. Hinzu kommt abseits von Bundle-Angeboten auch jeweils der Preis von 149 Euro für das auch für Surface Pro 3-Besitzer sinnvolle neue, um Lichtjahre verbesserte Type Cover.


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Bitte beachten: Das "Microsoft Surface Pro 4 Type Cover" kann bei der Vorbestellung optional dazubestellt werden. Dieses erhöht den Preis dann jeweils um 149,99 Euro.




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