Senf dazu: 30 Jahre Windows aus der Sicht eines Aussteigers

What the...

Aus heutiger Perspektive bin ich also etwa zur Halbzeit abgesprungen und habe es nie bereut. Als Technik-Schreiberling hatte ich die Entwicklung ja ohnehin stets direkt vor mir und beobachtete nun von Außen, wie Microsoft sich offenbar schon am Ende der Entwicklung wähnte. Davon, dass es irgendwann einmal einen Nachfolger von Windows XP geben könnte, war nichts zu sehen. Es ging sogar so weit, dass man in Redmond den Internet Explorer als faktisch zu Ende entwickelt ansah und keine Vorstellung hatte, was noch getan werden könnte. Zu einer Zeit wohlgemerkt, als die Open Source-Gemeinde die Scherben von Netscape längst zusammengekehrt und den Firefox auf den Weg gebracht hatten und Opera Maßstäbe bei der Geschwindigkeit setzte.

Aber mir reichte ja ein Kopfschütteln, ich war ja im Land der Aufbruchstimmung. Ich konnte mit meinem iBook einen ganzen Tag auf der Messe meine Artikel schreiben, ohne mich um die letzten freien Arbeitsplätze mit Steckdose zu bemühen. Und von Update zu Update gab es riesige Fortschritte bei der Software. Und drüben so? Windows Vista!

25 Jahre Windows - Windows Vista25 Jahre Windows - Windows Vista25 Jahre Windows - Windows Vista25 Jahre Windows - Windows Vista

Alles fließt

Heute kann ich nicht mehr genau sagen, wann es war oder woran es lag. Vermutlich gibt es kein konkretes Datum und kein besonderes Ereignis. Doch immer stärker wurde spürbar, dass bei Microsoft ein klarer Prozess des Umdenkens stattfand. Das zeigte sich nicht unmittelbar in den Produkten, sondern darin, wie die Vertreter des Unternehmens in der Öffentlichkeit agierten. Die Arroganz verschwand. Man ging auf Tuchfühlung mit jenen, zu denen man sich über Jahre so weit es nur ging distanzierte. Während Steve Ballmer noch immer Gift und Galle über die Open Source-Szene versprühte und über Apple lachte, wirkte er zunehmend wie ein Relikt aus frühen Tagen. Die Leute unter ihm hatten ihre Hände längst ausgestreckt und suchten die Zusammenarbeit.


Microsoft hat es geschafft, sich in vielen Belangen neu zu erfinden. Sicher: Dem Unternehmen blieb letztlich auch nichts anderes übrig, denn die Entwicklung nimmt ihren Lauf und in den vielen wichtigen Bereichen ist Redmond heute eben nicht der dominierende Marktführer. Doch selbstverständlich ist das keineswegs, wie die vielen großen Namen zeigen, die einst so allmächtig wirkten und in der heutigen Zeit keine Rolle mehr spielen.

Respekt!

Was sich in den letzten Jahren bei Microsoft abspielte, ist nicht zuletzt auch für die treuen Kunden des Unternehmens von großem Vorteil. Mag sein, dass es schwerfällt, sich mit neuen Konzepten und so manchem Bruch anzufreunden. Einiges funktioniert auch nicht auf Anhieb und gelegentlich werden falsche Wege eingeschlagen. Es gibt aber keinen Grund zur Panik. Die Entwicklung von Microsoft und Windows haben in den letzten Jahren gezeigt, dass die Leute in Redmond es drauf haben. Das Unternehmen kann aus Kritik lernen, rennt nicht mehr stur in eine einmal eingeschlagene Richtung und probiert viel aus.

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Entsprechend war der große Bruch, den Microsoft mit der Benutzeroberfläche von Windows 8 vollzog, gewöhnungsbedürftig und teils auch zu weitgehend. Aber es war notwendig und wurde getan. Und es erforderte sicher auch Mut, als Erster in Redmond den Vorschlag auf den Tisch zu legen, den Internet Explorer endlich zu beerdigen. Irgendwer tat es und es war gut. Die Liste ließe sich noch lange fortführen. Wichtig ist aber, dass nicht etwa die sprichwörtlichen Weichen gestellt wurden, sondern Microsoft seine Schiene verlassen hat und seinen Weg sucht.

Aus meiner ganz persönlichen Sicht ist die Welt - zumindest was die Technologie-Kultur angeht - in der letzten Zeit wesentlich angenehmer geworden. Es ist schön, von den Leuten aus Redmond wieder positiv überrascht zu werden und zu sehen, dass sie wichtige Dinge anpacken. Wohin immer die Reise von Windows in den kommenden Jahren gehen wird - es ist wieder spannend. Und danke, dass es dich gibt.

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