Tinder wieder mit peinlichem PR-Fail und blamiert Schwesterfirma

App, Dating, Tinder Bildquelle: Tinder
Die Situation dürfte jeder kennen: Man versucht gerade bei jemand anderem einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen - und plötzlich steht ein Bekannter daneben und sorgt für eine äußerst peinliche Situation. So geht es gerade dem Dating-Portal Match.com, das in Kürze an die Börse gehen will.
Der ungewollt auftauchende Bekannte ist in diesem Fall Sean Rad, der Chef der Dating-App Tinder, die zum gleichen Konzerngebilde gehört wie Match.com. Beide sind unter dem Dach der InterActiveCorp (IAC) zu Hause. Und ausgerechnet in einer extrem kritischen Phase für das Unternehmen, tritt Rad - nicht zum ersten Mal - ziemlich negativ in Erscheinung.

Der Tinder-Chef gab gerade erst dem London Evening Standard ein Interview, das von verschiedenen Seiten mit einem gewissen Maß an Fremdschämen aufgenommen wurde. Den Auftritt Rads könnte man sich wohl am besten so vorstellen, dass ein nicht gerade besonders intelligenter und weltgewandter Jugendlicher versucht, sich als besonders tollen Hecht darzustellen.

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Angesprochen auf die von seiner Firma durchgeführte Web Summit in Dublin beeilte sich Rad zu betonen, dass diese "größer als die von Instagram" war sowie voller "kreischender" Fans. "Es war wie ein Konzert", führte Rad aus und kam zu dem Schluss, dass die Bedeutung der Techbranche für das Leben der Nutzer heute etwa so hoch ist, wie es bisher Rockmusik war.

Tief ins Private

Weiter erklärte er, dass er selbst Tinder völlig verfallen sei. "Jede Woche verliebe ich mich in ein anderes Mädchen", sagte der Firmenchef. Dass er noch Single sei, liege schlicht daran, dass er aber eigentlich auf das Unternehmen fokussiert sei und eigentlich keine Zeit für andere Sachen habe. Erst kürzlich habe er die Annäherungsversuche eine Supermodels ("jemand richtig, richtig berühmtes") zurückgewiesen, die regelrecht nach Sex mit ihm gebettelt hätte. Diese sei zwar sehr hübsch, aber er stehe ohnehin eher auf Frauen, die ihn auch intellektuell fordern würden. Da mache er beim Aussehen schonmal Abstriche. Nicht zuletzt ging er auch genauer auf die Nutzerzahlen und die Interaktionen ein, die Tinder registriert.

Gerade Letzteres könnte für Match.com ein Problem sein. Immerhin gehören beide Firmen zu IAC und man bereitet gerade den eigenen Börsengang vor. Aktuell befindet sich die Firma in der so genannten Schweigeperiode - hier dürfen keine Äußerungen zum aktuellen Geschäft mehr abgegeben werden, damit etwa die bereits feststehenden Ausgabe-Kurse der Aktien nicht kurzfristig noch in die eine oder andere Richtung gedrängt werden.

Daher beeilte man sich bei Match.com eine gesonderte Stellungnahme an die US-Börsenaufsicht SEC zu schicken, in der man klarstellt, dass Rad nicht direkt zum eigenen Unternehmen gehört und weder seine Äußerungen noch die von ihm genannten Zahlen offiziell vom Unternehmen autorisiert worden seien. Zwischen den Zeilen lässt sich aber durchaus auch herauslesen, dass man mit dem Chef der Schwesterfirma aber im Grunde lieber gar nichts zu tun hätte.

Rad war gerade erst an die Führungsspitze von Tinder zurückgekehrt. Zwischenzeitlich hatte ihn das Management des Mutterkonzerns kaltgestellt, weil es von einer ehemaligen Mitarbeiterin Vorwürfe der sexuellen Nötigung gab. Die Sache wurde letztlich mit einem außergerichtlichen Vergleich ohne Schuldspruch beigelegt. App, Dating, Tinder App, Dating, Tinder Tinder
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