Verbraucherschutz: Tele Columbus versucht einfach mehr zu kassieren

Geld, Euro, Geldschein Bildquelle: Henry Herkula / Flickr
Verbraucherschützer gehen aktuell mit dem Berliner Kabelnetzbetreiber Tele Columbus ins Gericht. Denn dieser versuche seinen Kunden mitten in den Vertragslaufzeiten geänderte Bedingungen unterzuschieben und mehr Geld zu kassieren - und bei mangelnder Kooperation auch zu kündigen.
Los ging es bereits im April. Die Verbraucherzentrale Sachsen hatte daraufhin die dringende Empfehlung ausgesprochen, die einseitige und damit unwirksame Vertragsänderung nicht hinzunehmen und die höheren Forderungen nicht zu bezahlen. "Wer dieser Empfehlung gefolgt war, musste seither echte Standhaftigkeit beweisen, wie betroffene Tele Columbus-Kunden uns inzwischen berichtet haben", erklärte Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Den Angaben zufolge hätten diese anfangs mehrfach Zahlungserinnerungen und Mahnungen erhalten. Weiterhin drohte der Provider dann damit, das Eintreiben der Gelder schließlich einem Inkasso-Unternehmen zu übergeben. Letztlich soll die Firma auch erste Vertragskündigungen verschickt haben, womit dann erst einmal die Breitband-Versorung der Nutzer in Frage gestellt wäre.

Kunden sollen eisern bleiben

Henschler ermutigte die betroffenen Kunden aber, auf jeden Fall standhaft zu bleiben. "Wir raten betroffenen Tele Columbus-Kunden, auch weiterhin die strittigen Forderungen an Tele Columbus nicht zu begleichen. Wenn das Unternehmen sich im Recht wähnt, muss es seine Forderung nach Vertragsänderung gerichtlich durchsetzen. Das hat es bis jetzt nicht getan", sagte sie. Nach Auffassung der Verbraucherschützer stünden die Chancen für die Firma dabei auch nicht besonders gut.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Verbraucherschützer ihre Aufmerksamkeit auf Tele Columbus richten müssen. Schon 2008 habe es einen ähnlichen Versuch gegeben, laufende Verträge auf höhere Kosten umzustellen. Die beiden Vorfälle unterscheiden sich insofern offenbar kaum voneinander.

Allerdings, so hieß es weiter, stehe Tele Columbus mit einer solchen Masche nicht allein da. Es gebe durchaus auch andere Anbieter, die gelegentlich versuchen unzulässige Forderungen gegenüber ihren Kunden auf intransparente Art und Weise geltend zu machen. Ganz unverbindlich wiesen die Verbraucherschützer im Zuge dessen darauf hin, dass die sächsische Niederlassung der Verbraucherzentralen noch gern Vorschläge für den Negativpreis Prellbock 2015 entgegennimmt.

Großer DSL-Vergleichs-Rechner
Geld, Euro, Geldschein Geld, Euro, Geldschein Henry Herkula / Flickr
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren10
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Tipp einsenden