ISS: Unser Vorposten im All ist jetzt 15 Jahre durchgängig besetzt

Iss, Raumstation, AMS Bildquelle: NASA
Zwischen allen Sternen, die wir nach der Abenddämmerung über uns sehen können, taucht gelegentlich ein heller Punkt auf, der in wenigen Minuten stoisch seine Bahn von Horizont zu Horizont zieht. Wieder einmal setzte der Außenposten der Menschheit im All zu einer weiteren Umkreisung der Erde an. Rund 87.600 Mal wiederholte sich der Vorgang bereits.
15 Jahre war es gestern nun her, dass die "Expedition 1" in die erste Raumstation einzog, die in Zusammenarbeit aller zu dieser Zeit raumfahrenden Nationen gebaut wurde. Dem US-Amerikaner Bill Shepherd und den Russen Yuri Gidzenko und Sergei Krikalev gehörte die Ehre, als erste Besatzung auf der International Space Station (ISS) zu arbeiten und zu leben. Bis zur aktuellen "Expedition 45" bot das bisher größte Raumfahrzeug seitdem insgesamt 220 Menschen aus 17 Ländern ein vorübergehendes Zuhause.


Als die drei genannten Raumfahrer in die ISS einzogen, bot sich ihnen bei weitem noch nicht so viel Platz wie heute. Drei Module, ein paar Versorgungseinheiten und Solarpanele - mehr gab es noch nicht. Inzwischen können sich die Bewohner der Raumstation hingegen in "komfortablen" 15 Modulen bewegen, die ihnen immerhin so viel Platz bieten wie eine Wohnung mit sechs Zimmern. So groß wie ein Fußballfeld ist die ISS inzwischen geworden - und der Ausbau ist aller Voraussicht nach - noch nicht komplett abgeschlossen.

500 Tonnen schwerelos

Bis der jetzige Stand erreicht war, benötigte es allein schon 115 Raketen-Starts, um alle Bauteile in den Orbit zu befördern. Rund 454.000 Kilogramm wiegt das ganze Gebilde inzwischen. Neben dem Wohnraum für die Besatzungen nehmen natürlich die technischen Vorrichtungen für den Betrieb der Station, aber auch die zahlreichen wissenschaftlichen Apparaturen hier viel Raum ein.

Letzteren kommt dabei die eigentlich entscheidende Bedeutung zu - denn die ISS ist natürlich kein Selbstzweck, sondern eines der wichtigsten Forschungslabore der globalen Wissenschafts-Gemeinschaft. Als solches spielt die Raumstation eine große Rolle in zahlreichen Fachbereichen - angefangen natürlich bei Physik und Astronomie, aber eben auch bis hin zur Medizin und Biologie. Denn nur hier lassen sich Experimente durchführen, bei denen der auf der Erde stets präsente Faktor der Gravitation keine Rolle spielt.

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Ein Ende des Projektes ISS ist daher auch noch nicht abzusehen. Inzwischen ist der Weiterbetrieb bis mindestens zum Jahr 2024 beschlossen und neue Module zur Erweiterung der Möglichkeiten werden gebaut. Und da weitere Länder ihr Interesse an einer Beteiligung bekundet haben, dürften auch neue Impulse hinzukommen, die vielleicht noch viele weitere Jahre dafür sorgen, dass wir die ISS immer wieder über uns sehen können.

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