Microsoft-Quartal: PC-Sparte pfui, Cloud dafür hui, Anleger zufrieden

Microsoft, Logo, Headquarter Bildquelle: Robert Scoble / Flickr
Das Redmonder Unternehmen hat in der Nacht auf heute die Zahlen zum ersten Quartal des Fiskaljahres 2016 bekannt gegeben. Dabei gab es erstmals eine neue Struktur beim Bericht, grundsätzlich blieb hingegen alles beim Alten: Denn das Cloud-Geschäft läuft fabelhaft, auf dem PC-Markt leidet der Konzern aber an der nach wie vor herrschenden Absatzkrise.
Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2016 (1Q16) war eine Angelegenheit, die wohl nur wenige überrascht haben dürfte, da man den generellen Trend schon in den vergangenen Geschäftsberichten nicht viel anders vorfindet. Aber zunächst einmal zu den "großen" Zahlen: Der Umsatz betrug rund 20,4 Milliarden Dollar (minus zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum), der Gewinn lautete 4,62 Milliarden Dollar, was ein Plus von knapp zwei Prozent darstellt.

Börse zufrieden

Die Anleger jedenfalls waren höchst zufrieden, da die Aktie (MSFT) nachbörslich um fast acht Prozent zulegen konnte. Das Plus lag auch daran, dass es keine großen Überraschungen gab und die (drei neu strukturierten) Geschäftsbereiche sich an die Voraussagen hielten. Das mögen die Investoren.

Der "Star" von 1Q16 war wieder einmal die Cloud-Sparte, diese ist auch jene, die die Anleger im Hinblick auf die Zukunft des Unternehmens besänftigt bzw. sogar glücklich macht: Denn die "Intelligent Cloud"-Sparte (Windows Server, SQL Server, System Center, Azure und Enterprise Services) wuchs um acht Prozent, der Umsatz kletterte auf 5,9 Milliarden Dollar.

Der "Productivity and Business Processes" genannte Bereich, der unter anderem die Office-Produkte umfasst, verlor rund drei Prozent (6,3 Milliarden Dollar), das echte Sorgenkind des Konzerns ist aber erneut die nun "More Personal Computing" genannte Sparte.

Windows 10 noch ohne große Wirkung

Der Geschäftsbereich, der Windows 10, das Mobilgeschäft und Xbox Live umfasst, fiel um 17% auf einen Umsatz 9,4 Milliarden Dollar. Microsoft schreibt in den "Sparten-Highlights" allerdings, dass der Windows-OEM-Umsatz zwar um 6% gesunken sei, aber das im Vergleich zum Gesamt-PC-Markt eine "bessere" Zahl sei.

Das habe man Windows 10 zu verdanken. Das bedeutet allerdings auch, dass das neue Betriebssystem die PC-Krise nicht aufhalten konnte. Dafür ist das OS aber auch noch zu kurz am Markt, denn Branchenbeobachter erwarten diesbezüglich im nächsten Kalenderjahr durchaus eine Besserung. Infografik: So gut ist Windows 10 gestartetSo gut ist Windows 10 gestartet Der Umsatz mit Smartphones fiel um 54%, was aber mit der zuletzt durchgeführten Strategie-Änderung zusammenhängt. Gemeint ist damit der neue Fokus auf einige wenige Geräte, vor allem hat das Unternehmen erst vor gut zwei Wochen neue Modelle vorgestellt (und davor lange nichts). Die positiven Nachrichten in dieser Sparte gehören Xbox Live (Plus an monatlich aktiven Nutzern auf 39 Millionen) und auch Bing, hier betrug das Umsatzplus 29 Prozent. Microsoft, Logo, Headquarter Microsoft, Logo, Headquarter Robert Scoble / Flickr
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