Surface Pro 4 & Surface Book: Microsoft lüftet das CPU-Geheimnis

Surface Book, Surface Pro 4, Microsoft Surface Pro 4 CPU, Microsoft Surface Book CPU Bildquelle: Microsoft
Microsoft kündigte das Surface Pro 4 und vor allem das Surface Book zwar mit großen Worten an, doch gerade was die angeblich sehr hohe Leistung angeht, ließ man während der Präsentation alle Details weg, die die Behauptungen untermauern könnten. Jetzt liegen endlich Informationen darüber vor, welche Prozessoren in den neuen Microsoft-Tablets bzw. 2-in-1-Geräten verbaut werden sollen.
Als Surface-Teamchef Panos Panay und die anderen Microsoft-Manager das neue Microsoft Surface Pro 4 und das Microsoft Surface Book in der letzten Woche vorstellten, war gerade beim letztgenannten Gerät von sehr viel Power die Rede - das leistungsfähigste Produkt seiner Klasse soll es sein und dabei das MacBook Pro mal eben locker um 50 Prozent übertreffen. Die jetzt veröffentlichten Details zur Plattform lassen erkennen, dass diese Behauptung wohl auf die Gesamtleistung inklusive Grafikeinheit bezogen sein dürfte, denn die hier verwendeten "Skylake"-SoCs von Intel kommen auch in diversen anderen Produkten zum Einsatz und bieten in ihnen ähnliche Leistung.

Microsoft Surface BookMicrosoft Surface BookMicrosoft Surface BookMicrosoft Surface Book
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Im Surface Book steckt nach Angaben von Microsoft laut PCWorld der neue Intel Core i7-6600U Dualcore-SoC, dessen zwei Kerne mit einem Basistakt von 2,6 Gigahertz arbeiten und bei Bedarf mittels TurboBoost auf bis zu 3,4 Gigahertz übertakten. Die günstigeren Versionen werden auch mit dem Intel Core i5-6300U erhältlich sein, der mit 2,4 Gigahertz arbeitet und bei Bedarf auf maximal 3,0 Gigahertz beschleunigt. Die beiden Chips bieten grundsätzlich HyperThreading, können also Daten mit bis zu vier Threads verarbeiten.

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Sie nutzen außerdem die Intel HD 520 GPU, die Teil des SoCs ist und eine um bis zu 50 Prozent gesteigerte Grafikleistung gegenüber der Vorgängergeneration der Intel Core-Prozessoren bieten soll. Was die Zusatzgrafikeinheit im Tastatur-Dock angeht, so wurde bereits vor einigen Tagen klargemacht, dass hier eine angepasste Variante von Nvidias Maxwell-GPU unter der Haube steckt, die mit einem Gigabyte eigenem GDDR5-Grafikspeicher arbeitet und vermutlich eine abgewandelte Nvidia GeForce GTX950M ist.

Microsoft Surface Pro 4: Wahl zwischen Core i5/i7 mit Lüfter & Core m3

Beim Microsoft Surface Pro 4 ist etwas mehr Flexibilität bei der Wahl der Plattform gewährleistet. Die leistungsfähigsten Modelle werden hier mit dem neuen Intel Core i7-6650U daherkommen. Dabei handelt es sich wie bei den anderen von Microsoft vebauten CPUs um einen doppelkernigen Chip. Er erreicht laut Intels Datenblatt bei einem Basistakt von 2,2 Gigahertz eine Maximalgeschwindigkeit von bis zu 3,4 GHz per Turbo.

Die Besonderheit ist hier aber, dass die schnellste Variante der neuen Intel-Grafikeinheiten an Bord ist, nämlich die Intel Iris Graphics 540, mit der das Gerät auch bei anspruchsvolleren Aufgaben sicherlich eine gute Figur machen dürfte - gerade wenn man bedenkt, dass die Auflösung mit dem neuen 12,3-Zoll-Display des Surface Pro 4 eine auf immerhin 2736x1824 Pixel gestiegene Auflösung hat.

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Die günstigeren (und vermutlich auch in Sachen Preis-Leistungsverhältnis besser zu rechtfertigenden) Varianten des Microsoft Surface Pro 4 kommen unterdessen entweder mit dem neuen Intel Core i5-6300U oder einem Core M-SoC daher. Die Version mit Core i5 bietet wie schon im Surface Book einen Basistakt von 2,4 Gigahertz, der bei mehr Leistungsbedarf auf bis zu 3,0 GHz gesteigert werden kann. Die Grafikeinheit ist hier erneut eine Intel HD 520 GPU.

Wer all die Leistung nicht unbedingt benötigt und mit seinem neuen Surface-Tablet vor allem mobil arbeiten will, sollte unterdessen eventuell lieber zu den günstigsten Varianten greifen, da diese als einzige mit einem sehr stromsparenden Intel Core m3-6Y30 ausgerüstet sein wird. Der Prozessor ist in Sachen Leistung natürlich nicht direkt mit den anderen Chips aus der Core U-Serie vergleichbar, kann aber eben mit maximaler Mobilität punkten.

Der Intel Core m3-6Y30 arbeitet mit einem Basistakt von nur 0,9 Gigahertz, beschleunigt aber im Fall des Falles kurzzeitig auf bis zu 2,2 Gigahertz. Die Grafikeinheit ist hier eine Intel HD 515, also eine etwas langsamere Ausgabe als in den anderen Chips. Sein großer Vorteil besteht darin, dass der Core m3 beim Surface Pro 4 vollkommen ohne eine aktive Kühlung auskommt, also bei diesen Modellen kein Lüfter verbaut sein wird. Schließlich liegt die Verlustleistung hier bei mageren 4,5 Watt, während die "großen" Core i-Chips eine TDP von bis zu 15 Watt aufweisen und definitiv nur aktiv gekühlt verbaut werden.

Gelingt Microsoft die Balance aus Leistung, Laufzeit & Effizienz?

Im Alltag hängt beim Surface Book und dem Surface Pro 4 vieles mit der verwendeten Plattform zusammen - wie die Hitzeentwicklung und die damit verbundene Lautstärke der Kühlung, die Leistung und natürlich die allgemeine Performance. Zwar setzt Microsoft auf eine Art "Flüssigkühlung", bei der Heatpipes die Hitze von der CPU weg besser verteilen sollen, doch wie gut das Ganze funktioniert, muss sich erst noch zeigen.

Beim Surface Pro 3 gab es bekanntermaßen einige Hitzeprobleme, weil die Wärme der Intel Core-Prozessoren nicht immer effektiv abgeführt werden konnte und so oft sehr schnell gedrosselt wurde und der Lüfter mit einer störenden Geräuschkulisse auf sich aufmerksam machte. Ob es Microsoft gelingt, den Core m-Chip im günstigsten Surface-Modell nicht zu stark einzubremsen und ihn effektiv zu kühlen, wird sich ebenso in Tests zeigen müssen wie die Antwort auf die Frage, ob die Modelle mit Core i5- und i7-SoCs und das Surface Book wirklich ihr Leistungspotenzial ausschöpfen können.

Die Akkulaufzeit dürfte uns übrigens ebenfalls beschäftigen, denn der Stromspeicher des neuen Surface Pro 4 ist gegenüber dem Vorgängermodell sogar etwas kleiner geworden. Beim Surface Book dürfte die Frage zu beantworten sein, wie gut sich die angeblich hohe Leistung mit der Leistung der Kombination aus zwei Akkus im Tablet-Teil und dem Dock vereinen lässt.

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