HLRS in Stuttgart nimmt schnellsten Rechner des Landes in Betrieb

Supercomputer, HLRS, Hazel Hen Bildquelle: HLRS
Das Supercomputing-Zentrum der Universität Stuttgart, das HLRS, hat sein bereits bestehendes Cray XC40-System ordentlich aufgerüstet und verfügt damit nun über den schnellsten Rechner Deutschlands. Dieser dürfte es mit seinen 7,42 Petaflops in der neuen Top500-Liste der weltweit schnellsten Rechner, die im November veröffentlicht wird, problemlos in die Top10 kommen.

Hazel HenHazel Hen
Der Supercomputer arbeitet mit Intels Xeon-Prozessoren der Haswell-Generation. Diese bringen es zusammen auf eine Zahl von 185.088 Cores, die in 7.712 einzelnen Servern stecken und die wiederum in 41 Racks zusammengefasst sind. In der vorhergehenden Ausbaustufe schaffte das System, das "Hornet" genannt wurde, nur etwa die Hälfte der jetzigen Leistung. Um den großen Schritt zu veranschaulichen, wurde der Computer nun auch in "Hazel Hen" umbenannt.

Die Racks der Rechner selbst machen aber nicht das gesamte System aus. Hinzu kommen noch einmal 32 Schränke, in denen rund 8.300 Festplatten ihren Dienst tun und die den Nutzern des Supercomputers über 11 Petabyte Kapazität zur Verfügung stellen. Durch die Verteilung der Daten können hier beim Lesen und Schreiben jeweils Geschwindigkeiten von über 350 Gigabyte pro Sekunde sichergestellt werden, hieß es.

Bereits vor der jetzt erfolgten offiziellen Fertigstellung wurde Hazel Hen mit verschiedenen realen Projekten getestet. Zu diesen gehörte beispielsweise eine Berechnung des Aerodynamischen Instituts (AIA) der RWTH Aachen, die im Rahmen eines Sonderforschungsprojekts untersuchen, wie sich durch den Einsatz der Oxyfuel-Verbrennungstechnologie der CO2-Ausstoß in Kohlekraftwerken reduzieren lässt.

"Die ersten Benutzeranwendungen lieferten ausgezeichnete Ergebnisse, und wir sind sicher, auch für die Zukunft mit weiteren simulationstechnischen Highlights rechnen zu können", erklärte Michael M. Resch, Direktor des HLRS. Mit dem nun fertigen Ausbau wurde der letzte Schritt im aktuellen Beschaffungsplan des Bundesforschungsministeriums abgeschlossen, an dem sich auch die Länder Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen finanziell beteiligten.

Die Planungen waren darauf ausgerichtet, die deutschen Supercomputing-Einrichtungen in der internationalen Spitzengruppe zu halten. Konkret ging es dabei neben dem HLRS auch um das Leibniz Rechenzentrum in München sowie das Jülich Supercomputing Centre. Supercomputer, HLRS, Hazel Hen Supercomputer, HLRS, Hazel Hen HLRS
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