Verwirrung macht klar: Intels bester CPU wird Nachfolger verwehrt

Intel, Broadwell, Core M Bildquelle: Intel
Die Verwirrung um eine Ungereimtheit in Intels Prozessor-Produktpalette hat jetzt aufgezeigt, dass der Konzern mit der neuen Skylake-Architektur keineswegs alle Segmente seines bisherigen Angebots auf ein neues Level heben wird. In einem speziellen Fall müssen sich die Kunden weiter mit der vorhergehenden Architektur begnügen - auch wenn sie mit dieser nicht schlecht dastehen.
Im Mittelpunkt der Aufregung, in die ein Beitrag der ITWorld die CPU-Enthusiasten versetzte, stehen die Chips Core i7-5775C und Core i5-5675C, die auch unter dem Label Broadwell-C zusammengefasst werden. Dabei handelte es sich faktisch um das Beste, was in der Vorgänger-Generation von Skylake zu finden war. Denn hier handelte es sich nicht nur um die einzigen gesockelten Prozessoren, in die Intel seine leistungsfähige Iris Pro-Grafikeinheit integrierte. Auch setzte man beim Cache statt auf den üblichen SRAM, auf wesentlich bessere eDRAM-Architekturen.

Bereits in den Reviews nach der Markteinführung der CPUs überschlugen sich die Kritiken regelrecht. Es zeigte sich auch, dass die Broadwell-C-Chips in dem ihnen zugewiesenen Einsatzbereich leistungsfähiger sind, als alle Skylake-Prozessoren, die Intel bisher vorstellte. Umso größer war natürlich die Verwunderung, als nun berichtet wurde, dass die Chips nicht mehr vertrieben werden.

Intels Skylake-SerieIntels Skylake-SerieIntels Skylake-SerieIntels Skylake-Serie
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Intel dementierte kurz darauf allerdings, dass die Produkte eingestampft worden seien. Und tatsächlich war der Autor des ursprünglichen Berichts hier einer Unaufmerksamkeit aufgesessen, die angesichts der kryptischen Typen-Bezeichnungen der einzelnen Prozessoren schon einmal vorkommen kann. Stattdessen wurde nun aber klar, dass es schlicht keine Weiterentwicklung der Broadwell-C-Prozessoren in der bisherigen Skylake-Serie gibt.

Geschäft geht vor Technik

Intel kommentierte die Angelegenheit insgesamt nicht weiter. Deutlich wird hier aber durchaus, dass es bei der Umsetzung von Prozessor-Roadmaps nicht nur darum geht, mit der jeweils neuesten Architektur die verschiedenen Einsatzbereiche möglichst gut zu versorgen, sondern dass auch hier im Zweifelsfall knallhart kalkuliert wird, welcher Schritt wirtschaftlich am sinnvollsten ist.


Insofern hätte Intel technisch sicherlich die Möglichkeit gehabt, den sehr guten Broadwell-C-Prozessoren ein noch besseres Skylake-Modell nachfolgen zu lassen - doch von der geschäftlichen Seite her gab es dafür wohl wenig Gründe. Immerhin kann hier ein inzwischen bewährter Prozessor trotz Vorgänger-Architektur noch immer mit Bestwerten glänzen. Hinzu kommt, dass die etwas größere Strukturweite zwar dafür sorgt, dass weniger Chips aus einem Wafer geschnitten werden können, dieser Nachteil auf die Produktionskosten aber durch eine geringere Ausschussrate locker wieder wettgemacht wird. Insofern werden all Jene, die gern einen Skylake-Prozessor mit der mächtigen Grafikeinheit und schnellem eDRAM-Cache haben wollen, sich wohl gedulden müssen - vermutlich bis zu einer weiteren Skylake-Welle im kommenden Jahr. Intel, Broadwell, Core M Intel, Broadwell, Core M Intel
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