Verschlüsselungs-Kette in Apples iMessage ist am Ende brüchig

Ipad, iOS 5, iMessage Bildquelle: Apple
Die Verschlüsselung der Kommunikation über Apples iMessage-Dienst ist nicht so durchgehend, wie es das Unternehmen zuweilen darstellt. Auf nicht mehr ganz taufrische Nachrichten können Behörden im Zweifelsfall dann doch zugreifen, wenn sie als Backup in Apples Cloud geladen wurden.
Die Verschlüsselungs-Features in den großen Mobile-Plattformen sorgen schon seit einiger Zeit immer wieder für Diskussionen zwischen den Technologie-Unternehmen und staatlichen Stellen. Die einen wollen ihren Kunden insbesondere in der Post-Snowden-Ära möglichst sichere Kommunikationswege bieten, die anderen wettern dagegen an, weil ihrer Ansicht nach so die Strafverfolgung erschwert werde.

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Den Widerspruch zeigt auch ein Fall, von dem die New York Times nun berichtete. In diesem wurden die Behörden mit einem richterlichen Beschluss bei Apple vorstellig, mit dem das Unternehmen verpflichtet werden sollte, den Ermittlern einen Echtzeit-Zugriff auf die Nachrichten eines Nutzers zu geben. Das Ansinnen musste Apple aber mit dem Hinweis zurückweisen, dass man wegen der integrierten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung die Inhalte der Messenger-Kommunikation schlicht nicht mitlesen könne.

Wie die Zeitung unter Berufung auf derzeitige und ehemalige Behörden-Mitarbeiter berichtete, wurden daher an den entsprechenden Stellen bereits Stimmen laut, die Apple deshalb selbst vor Gericht stellen wollten. Dazu kam es aber dann doch nicht, weil die aktuelle Rechtslage hier keinen Erfolg versprochen hätte. Es gibt zwar Gesetze, nach denen Abhör-Schnittstellen für die Polizei vorgeschrieben sind - doch diese gelten bisher ausdrücklich nur für Telekommunikations-Unternehmen, zu denen Apple eben nicht gehört.

In der Sache, in der es um Ermittlungen wegen Drogen- und Waffenbesitzes ging, sollen die Behörden letztlich aber doch noch an einige iMessage-Nachrichten gekommen sein - wenn auch nicht unmittelbar nach deren Versand. Demnach hatte Apple hier Zugang zu Mitteilungen, die im Zuge eines Backups vom Smartphone in der iCloud gelagert wurden. Das half zumindest, die Kritiker in den Behörden etwas zu besänftigen, da diese die Herausgabe als Zeichen der Kooperationswilligkeit werteten.

Dass die Nachrichten aber quasi durch die Hintertür letztlich doch nicht komplett verschlüsselt waren, schränkt die Zusagen des iOS-Herstellers letztlich auf die direkte Kommunikation im Messenger ein. Das sollte den Anwendern bewusst sein, bevor sie sich entschließen, die iCloud-Backup-Funktion zu aktivieren. Ipad, iOS 5, iMessage Ipad, iOS 5, iMessage Apple
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