Gleiche Krypto wie der IS: Türkei verhaftet britische Vice-Reporter

Twitter, Sperre, Türkei Bildquelle: Spinoza
In der Türkei sind drei Mitarbeiter des Online-Magazins Vice verhaftet worden. Als Grundlage für alle Anschuldigungen dient offenbar das Verschlüsselungs-System, mit dem die Daten auf einem Notebook gesichert sind. Für die Behörden liegt nun ein Terror-Verdacht nahe.

Vice-Reporter Philip Pendlebury und Jake HanrahanPhilip Pendlebury und Jake Hanrahan
Bei den Betroffenen handelt es sich um die beiden britischen Journalisten Jake Hanrahan und Philip Pendlebury sowie den irakischen Journalisten Mohammed Ismael Rasool, der aktuell in der Türkei lebt und als Dolmetscher und ortskundiger Fahrer mit dem Team unterwegs war. Die drei wurden Ende letzter Woche von der türkischen Polizei aufgegriffen. Inzwischen seien die beiden Briten in ein Hochsicherheits-Gefängnis verlegt worden, das weit von allen Orten entfernt ist, an denen die britischen diplomatischen Vertreter zugegen sind, teilte ihre Redaktion mit.

Demnach wird ihnen von den Behörden vorgeworfen, mit terroristischen Organisationen zusammenzuarbeiten. Konstruiert wurde dies aus der Tatsache, dass eines der Notebooks, das bei den Journalisten gefunden wurde, mit einem Verschlüsselungs-System versehen ist, das angeblich auch häufig von Anhängern der Terrororganisation Islamischer Staat eingesetzt wird, um Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Presse soll fern bleiben

Seitens der Vice-Redaktion wertet man die Sache aber eher als Einschüchterungsversuch gegen ausländische Pressevertreter. Die Journalisten waren in der Region Diyarbakir im Südosten der Türkei unterwegs, wo die Konflikte zwischen den Behörden und der kurdischen Bevölkerung zuletzt wieder aufgeflammt waren. Während die türkische Regierung vorgab, gemeinsam mit einer internationalen Koalition den Kampf gegen den Islamischen Staat zu unterstützen, nutzte sie die Situation in der Praxis vor allem, um Orte zu bombardieren, an denen die kurdische PKK aktiv sein sollte.

Das Vice-Team hatte im Zuge seiner Recherchen auch mit Mitgliedern der YDG-H, der Jugendorganisation der PKK in Kontakt gestanden. Das wird von den türkischen Sicherheitskräften allerdings nicht gern gesehen. Wie Tahir Elci, der die Anwaltsvereinigung in der Region Diyarbakir leitet, gegenüber dem Nachrichtensender Al Jazeera ausführte, sei es auch seine Einschätzung, dass es in der Sache vor allem darum gehe, internationale Journalisten davon abzuhalten, in der Konfliktregion eigenständig zu recherchieren. Twitter, Sperre, Türkei Twitter, Sperre, Türkei Spinoza
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren46
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 18:00 Uhr Samsung 40 Zoll Fernseher (Ultra HD, Triple Tuner, Smart TV)
Samsung 40 Zoll Fernseher (Ultra HD, Triple Tuner, Smart TV)
Original Amazon-Preis
559,99
Im Preisvergleich ab
529,00
Blitzangebot-Preis
499,00
Ersparnis zu Amazon 11% oder 60,99

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden