Oakland: Überwachung wird durch Bürokratie wirksam eingedämmt

Selbstfahrendes Auto, Selbstfahrend, Bosch, RobotCar Bildquelle: Bosch
Manchmal scheitert eine ausufernde Überwachung auch schlicht an einer Mischung aus Unfähigkeit der Überwacher und der Funktionsweise der Bürokratie. Ein Beispiel dafür ist aktuell eine Einschränkung der Datenspeicherung für erfasste KFZ-Nummernschilder im kalifornischen Oakland.
Dort hat die Polizei bereits vor Jahren begonnen, mit automatischen Erfassungssystemen an wichtigen Punkten in der Stadt die Nummernschilder von Autos zu erfassen und die Daten aufzubewahren. Wie das Magazin Ars Technica berichtet, gab es für das Vorhalten der Informationen anfangs kein Limit und die Daten konnten so jahrelang gespeichert bleiben. Inzwischen gibt es aber eine Frist, nach der dann doch gelöscht wird - diese wurde aber nicht etwa eingeführt, weil man sich plötzlich auf die Bedeutung eines gewissen Datenschutzes besonnen hätte.

Wie Dave Burke, der für den Betrieb des Erfassungssystems zuständig ist, gegenüber dem Magazin erklärte, gebe es vielmehr ganz triviale technische Gründe: Hinter dem Erfassungssystem gibt es lediglich einen alten Windows XP-Rechner mit einer 80-Gigabyte-Festplatte. Und diese lief durch die fehlenden Speicherfristen regelmäßig voll und der PC stürzte ab.

Keine Aufrüstung ohne Bürokratie

Über diese technische Ausstattung kommt man bei der Polizei von Oakland aktuell nicht hinaus. "Wir haben keine Gelder im Budget, um einen zusätzlichen Server zu kaufen", erklärte Burke. Immerhin gibt es einen durchgeplanten Haushalt und es ist ziemlich kompliziert, für diesen nachträglich noch einen Finanzposten bewilligt zu bekommen. Aktuell beginnen nun aber die Planungen für den kommenden Haushalts-Zyklus, von denen man sich Verbesserungen erhofft.

Immerhin war die Situation vor der Einführung der Löschfristen so, dass das System quasi wochenlang gar nichts mehr aufzeichnen konnte, berichtete Burke. Eine größere Festplatte kostet zwar nicht viel - ein Terabyte bekommt man heute schon für 50 Dollar - allerdings muss die Polizei bei Anschaffungen wie alle anderen Behörden auch einen Beschaffungs-Prozess durchlaufen.

"Wir kaufen nicht einfach Sachen bei Amazon", führte der Polizist aus. Wenn neue Hardware benötigt wird, müsse man sich an Anbieter wie HP wenden, mit denen die Stadt einen Vertrag hat. Und auch um von diesen dann etwas zu bekommen, gilt es erst einmal einige entsprechende Formulare auszufüllen. Selbstfahrendes Auto, Selbstfahrend, Bosch, RobotCar Selbstfahrendes Auto, Selbstfahrend, Bosch, RobotCar Bosch
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