Acer bietet sich zum Kauf an - Nächstes Opfer der PC-Krise?

Touchscreen, Windows 8 Tablet, Acer Iconia Tab W700 Bildquelle: Acer
Dem taiwanischen PC-Hersteller Acer geht es schlechter als gedacht. Der Gründer des Unternehmens erklärte nun, dass man einer Übernahme offen gegenüberstehe, was angesichts des Umstands, dass Acer sich noch vor wenigen Jahren anschickte, Marktführer zu werden, doch für so manchen eine Überraschung ist.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf taiwanische Medien berichtet, hat Acer-Gründer Stan Shih jüngst erklärt, dass man Geboten für eine Übernahme des strauchelnden Konzerns nicht abgeneigt sei. Ein Journalist hatte während einer Pressekonferenz gefragt, ob ein Verkauf des Unternehmens in Frage komme - worauf Shih mit nur einem Wort reagiert: "Welcome".

Shih ließ jedoch direkt im Anschluss durchblicken, dass er wohl keine sonderlich große Wahrscheinlichkeit für die Übernahme des PC-Herstellers durch einen Konkurrenten sieht. Der Käufer würde mit dem Kauf lediglich eine "leere Hülle" erhalten und müsse sich auf hohe Koste einstellen, erklärte Shih, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Normalerweise sind die taiwanischen Manager eher für ihre diplomatischen Äußerungen bekannt, wobei Probleme nur selten so offen angesprochen werden.

Shih gab sich allerdings auch kampfbereit. Die Management-Teams in den USA und Europa seien meist nur wegen des Geldes besorgt - die Chefs der hiesigen Firmen würden nur wegen der finanziellen Vorteile arbeiten. In Taiwan gehe es hingegen auch darum, eine Mission zu erfüllen und viele emotionale Faktoren spielen eine Rolle, so der Acer-Chef. Shih hatte nach dem Scheitern seiner Vorgänger vor einiger Zeit selbst wieder die Rolle des CEOs bei Acer übernommen, nachdem er die Verantwortung zuvor anderen Managern überlassen hatte.

Dazu gehörte auch der inzwischen für Lenovo tätige Italiener Gianfranco Lanci, der nach Ansicht mancher Marktbeobachter zu sehr auf billige Massenware von geringer Qualität gesetzt hatte, wodurch Acer vorrübergehend wegen vieler enttäuschter Kunden oft als Anbieter von "Schrott-PCs" betrachtet wurde. Inzwischen hat man in dieser Hinsicht stark nachgebessert und bietet auch diverse hochwertige Systeme mit guter Wertigkeit und Qualität an. Außerdem erkundet Acer seit einiger Zeit auch neue Märkte wie Wearables und Cloud-Services.

Noch ist man aber weiter vom PC-Markt abhängig. Weil dieser jedoch in den letzten Monaten verstärkt unter sinkenden Verkaufszahlen leidet, kam offenbar auch Acer ins straucheln. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging der Umsatz im Juli um ein Drittel zurück. In den ersten sechs Monaten des Jahres hat Acer außerdem einen Verlust von rund 90 Millionen Dollar hinnehmen müssen. Bevor man im letzten Jahr einen kleinen Gewinn ausweisen konnte, hatte Acer bereits in den Jahren 2011, 2012 und 2013 wegen der oben genannten Probleme Verluste gemeldet. Die massive Verschlechterung der Wirtschaftslage in Asien setzt dem taiwanischen Hersteller ebenfalls zu. Touchscreen, Windows 8 Tablet, Acer Iconia Tab W700 Touchscreen, Windows 8 Tablet, Acer Iconia Tab W700 Acer
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