Werbenetzwerke werden zunehmend zu Malware-Schleudern

Malware, Stuxnet, Zahlen, grün Bildquelle: marsmet481 / Flickr
Seit Jahren wird das so genannte Malvertising, bei dem Schadsoftware über Werbenetzwerke verteilt wird, zu einem immer größeren Problem. Die Sicherheitsforscher von Cyphort Labs warnen jetzt erneut vor dieser Bedrohung - denn die Anzahl der Fälle steigt rasant, allein um 325 Prozent innerhalb nicht einmal eines Jahres.
Dabei geht es vorrangig über wissentlich verteilte Malware, also um Betrüger, die Werbebanner schalten, um unbedarfte Nutzer auf Seiten beispielsweise mit automatisierten Downloads zu schleusen. Wege für eine Infizierung mit Viren, Trojanern und anderen Schadcodes gibt es zur Genüge - die Betrüger müssen die Internetnutzer nur dazu bringen, ihre Seiten aufzurufen. Werbebanner und Links sind dabei zu einem immer beliebteren Mittel geworden, schreibt Cyphort nun in dem neusten Report (via The Verge).

Übergriffe nehmen zu

Obwohl Google zum Beispiel allein im vergangenen Jahr über 200.000 potentiell gefährliche Webseiten die über Malvertising beworben wurden gesperrt haben soll, haben die Übergriffe allein zwischen Juni 2014 und Februar 2015 um 325 Prozent zugenommen. Laut dem Bericht wurden zudem über eine halbe Milliarde Werbeauslieferungen mit Schadcode verhindert, also die Views verhindert. Dabei ist es irrelavant, auf welchen Geräten Nutzer im Netz unterwegs sind. Gefährdet sind alle bekannten OS, die nur unterschiedlich stark ausgenutzt werden.

Siehe auch: Malware wird effektiv über große Werbe-Netzwerke verteilt

Die meisten Angriffe solcher Art zielen auf Schwachstellen in Flash, Java und Silverlight. Wie gut die schädliche Werbung sich dabei als ganz reguläre Anzeigen tarnen lässt, musste erst das bekannte US-Online-Magazin Huffington Post spüren. Entwickler bei MalwareBytes, ebenfalls als Sicherheitsforscher tätig, hatten eine Kampagne bei HuffPo aufgespürt, die per SSL-verschlüsselt Nutzer in Sicherheit wog und über mehrere Redirects schließlich auf eine Seite führte, die über das sogenannte Angler Exploit Kit Schwachstellen in Flash, Java und Silverlight ausnutzt, um Zugriff auf das angegriffenen System zu erlangen. Auch auf gopego.com wurde das Malvertising so zum Sicherheitsrisiko für Nutzer.

Sicherheitsupdates

Abhilfe schafft dabei nur die Verwendung von professioneller, aktueller Anti-Viren-Software, sowie die stetige Aktualisierung des genutzten Betriebssystems und der Einspielung wichtiger Sicherheitsupdates.

Der Cyphort-Bericht steht nur in einer gekürzten Fassung bereit, nachdem man sich beim Cyphort angemeldet hat.

Siehe auch: Malware im Schlepptau: Google Banner verbreiten Nuclear Exploit Kit Malware, Stuxnet, Zahlen, grün Malware, Stuxnet, Zahlen, grün marsmet481 / Flickr
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