Artikel über Haschisch: Russland nimmt Wikipedia komplett vom Netz

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Vielerorts auf der Welt lockern Staaten den Umgang mit weichen Drogen, allen voran Cannabis-basierte. Überall? Nein, nicht überall. In Russland will man, dass die Existenz erst gar nicht bekannt ist und hat sich - nicht das erste Mal - zu einem beispiellosen Vorgang entschlossen: Wegen eines Artikels zu Haschisch wurde Wikipedia komplett gesperrt.

Haschisch-Sorte Charas

Roskomnadzor, die für das Internet zuständige Behörde ("Föderaler Dienst für die Aufsicht im Bereich der Kommunikation, Informationstechnologie und Massenkommunikation") hat die Online-Enzyklopädie Wikipedia aus dem Netz genommen und zwar komplett. Grund ist ein einziger Artikel über die Herstellung von "Charas", das ist die indische Bezeichnung für handgerolltes Haschisch. Russische Wikipedia offlineDer Stein (die Kugel) des Anstoßes Die russischen Zensoren stören sich laut Sputnik News (via Engadget) daran, dass Wikipedia angeblich eine "Anleitung" zur Herstellung dieser Form von Haschisch anbietet. Zuvor hatte ein russisches Gericht im Südwesten des Landes einen Antrag an Roskomnadzor gestellt, wonach Wikipedia auf die Blacklist zu setzen sei, sollte sich Betreiber Wikimedia weigern, den beanstandeten Artikel zu löschen (was offenbar passiert ist).

Weil Wikipedia auf HTTPS setzt, ist es für die russischen Zensoren nicht möglich, eine einzelne Seite zu blocken, deshalb wurde kurzerhand die komplette Online-Enzyklopädie aus dem Netz genommen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Behörde auf diese Weise gegen vermeintliche Informationen im Zusammenhang mit Drogen vorgeht, erst vor kurzem musste Reddit komplett "dran glauben", da man dort einen Beitrag über halluzinogene Pilze beanstandet hat.

Laut Sputnik News hat Wikimedia.ru, die russische Vertretung der hinter Wikipedia stehenden Stiftung, angekündigt, bei Roskomnadzor einen Einspruch gegen diese Blockade einzulegen.

Streisand-Effekt

Übrigens hatte der Artikel über Charas bis zu diesem Zeitpunkt praktisch keine Leser, seit der Sperre sind die Zugriffe (auch über VPN etc.) in die Höhe geschossen, wie Amir E. Aharoni auf Twitter berichtet. Wir empfehlen den russischen Zensoren deshalb den Artikel über den so genannten Streisand-Effekt. Zensur, Russland, Wikipedia, Sperre, Zensurmaßnahmen, Haschisch Zensur, Russland, Wikipedia, Sperre, Zensurmaßnahmen, Haschisch Wikipedia
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