Start me Up! - heute feiert Windows 95 sein 20. Jubiläum

Microsoft, Betriebssystem, Logo, Windows 95 Bildquelle: Microsoft
In diesem Jahr 2015 feiert Microsoft eine ganze Reihe Meilensteine. Nachdem im Juli die neuste Version von Windows erschienen ist, feiern wir heute den 20. Geburtstag von Windows 95. Und im November schauen wir dann auf 30 Jahre Windows zurück.
Doch erst einmal zurück zum 24. August 1995. Dieser Tag vor 20 Jahren wurde als offizieller Verkaufsstart für das erste 32-Bit-Betriebssystem für Heimanwender von Microsoft gewählt. Schon seit Beginn des Jahres 1995 hatte Microsoft allerdings ersten Kundenkreisen den Zugriff auf Windows 4.0 gewährt, Codename "Chicago", welches dann später als Windows 95 (und ab der offiziellen Versionsnummer 4.00.950) über den Ladentisch ging.

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Windows 95Windows 95Windows 9525 Jahre Windows - Windows 95

Großer kommerzieller Erfolg

Windows 95 verkaufte sich damals wie geschnitten Brot - innerhalb der ersten Woche gingen über eine Million Exemplare über den Ladentisch. Für die damaligen Vertriebswege und im Verhältnis zur Konkurrenz war das ein unglaublicher Erfolg. Der kam aber auch nicht unkalkuliert. Microsoft hatte im Vorfeld eine riesige Werbe-Kampagne in Gang gesetzt und einen echten Hype erzeugt. Die Läden wurden um Punkt Mitternacht für Windows 95 geöffnet und die Menschen stürmten in Massen die Geschäfte, um sich die Disketten oder CDs zu sichern.


Die Geburtsstunde des Startmenüs

Technisch war Windows 95 ein Riesenschritt. Zumindest schien das so auf den ersten Blick. Die Endkunden erhielten erstmals ein Betriebssystem mit dem heute wieder so aktuellen Startmenü und der verlockenden Versprechung, weitere Geräte an den PC einfach per Plug and Play anzuschließen und in Betrieb zu nehmen. Dazu kamen den Doppelklick, lange Dateinnamen und der Papierkorb. Experten bemängelten jedoch von Anfang an, wie Microsoft auf MS-DOS aufsetzte und was nicht alles an den verprochenen Featuren entweder erst gar nicht veröffentlicht wurde oder nicht konfliktfrei funktionierte. Später gab es dazu dann auch noch die ersten Datenschutzskandälchen und eine Menge Ärger mit anderen Unternehmen. Mit Novell stritt man sich immerhin rund 20 Jahre vor Gericht, bis im vergangenen Jahr eine Einigung erzielt wurde.

Siehe auch: Microsoft gewinnt Streit mit Novell um Windows 95 Rolling StonesZum 20. Geburtstag gibt es heute in den USA den Rolling-Stone-Klassiker als Gratis-Download. Foto: Microsoft

Marketing und Hype, Mick Jagger und Jennifer Aniston

Die aus der heutigen Perspektive so besonderen Geschichten drehen sich aber eigentlich gar nicht so sehr um das Betriebsystem an sich. Vielmehr war das ganze Drumherum, die Marketing-Maschinerie, das eigentliche Highlight und das Besondere an dem Start für dieses OS. Microsoft karrte für Windows 95 tatsächlich die zu seiner Zeit größten Stars mit ran um den Kunden das neue Produkt so schmackhaft wie nur irgendwie möglich zu machen. TV-Star Jay Leno erklärte in einer Sondersendung alles zum neuen Windows 95.

Die Rolling Stones konnten zum ersten Mal in ihrer Bandgeschichte dazu bewegt werden, mit einem ihrer Lieder Werbung für ein Produkt zu machen. Als kleines Andenken daran verschenkt Microsoft heute den Song über Groove Music kostenlos - allerdings nur für US-Kunden. Kontroversen zu der Kooperation gab es übrigens damals Bandintern ebenso wie unter den Fans. Immerhin ließen sich die Stones die Nutzung je nach Quelle angeblich mit einer Summe zwischen drei bis zwölf Millionen US-Dollar vergüten, sodass sie sich sicherlich über den Deal letztendlich nicht beklagen konnten.

Klar, viele ihrer Fans waren fassungslos, als der schon 1981 erschienene Song "Start me up" plötzlich im Fernsehen als Werbemusik für Windows 95 mit dem neuen Startmenü lief. Heute gehören die ersten Noten des Songs für viele Windows-Nutzer synonym mit zu dem OS und sind fast noch bekannter als die eigentlichen Start-Töne, die Brian Eno - übrigens an einem Apple Macintosh - komponierte.


300 Millionen Werbebudget

Nicht nur für Musik gab Microsoft eine Menge Geld aus. Man holte sich auch Unterstützung aus Hollywood.

Bei den damals angesagten Schauspielern holte sich Bill Gates ebenfalls die "Crème de la Crème". Jennifer Aniston und Matthew Perry alias die in den 1990er so beliebten Friends-Charaktere Rachel und Chandler bewarben das neue Betriebssystem. Ihre schauspielerische Leistung war dabei übrigens eher schlecht:



Kampf um die Marktherrschaft

Wie viel Geld Microsoft für diese Kooperation hinaus geworfen hat, ist nicht bekannt. Insgesamt hatte Windows 95 Angaben zufolge nach aber ein Marketingbudget von satten 300 Millionen US-Dollar. Grund für die hohen Ausgaben war dabei vorrangig der Kampf um die Marktherrschaft, denn damals machte neben Apple noch das OS/2 von IBM und Steve Jobs neugegründetes Unternehmen Next Microsoft die Vorherrschaft streitig.

Vor über 20 Jahren haben die Entwickler mit den Arbeiten an Windows 95 also im Grunde die Basis für das in diesem Jahr veröffentlichte Windows 10 und ganz allgemein für den überragenden Erfolg der letzten Jahre gelegt. In den Folgejahren nach Release gab es noch einige große Updates, die man sich kaufen musste oder aus dubiosen Quellen erhielt. Der "Windows-Schwarzmarkt" kam auch erst mit Win95 so richtig auf. Zum Silvestertag 2001 hat Microsoft dann letztendlich den Support für Windows 95 eingestellt.

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