PrimaCom muss untergejubelte Zusatzpakete nun gratis bereitstellen

Xbox 360, Tv, Fernsehen, Fernseher, Entertainment, Unterhaltung, Arte Bildquelle: Microsoft
Der Versuch, Kunden bei der Online-Bestellung Zusatzdienste unterzujubeln, endet für diese nun in einer kostenfreien Erweiterung ihres Produktes. Der Kabelnetzbetreiber PrimaCom muss die fraglichen Pakete weiter bereitstellen, darf dafür aber nichts mit auf die Rechnung schreiben.
Das ist das Ergebnis eines Verfahrens, das die Verbraucherzentrale Sachsen vor dem Landgericht Leipzig führte. Demnach hatte das Unternehmen das Fernsehprogrammpaket "Familie HD" und ein "Sicherheitspaket" beim Bestellformular auf seiner Webseite nicht nur voreingestellt, nicht einmal abwählen ließen sich die Zusatzoptionen, die eigentlich kostenpflichtig gebucht werden können. Bei der Werbung waren die beiden Pakete als kostenlose Dienste offeriert worden - das aber nur für zwei Monate, danach sollten die Kunden zahlen.

"Derartige Voreinstellungen sind im Internet seit Inkrafttreten der Verbraucherrechte-Richtlinie verboten", erklärte Rechtsexperte Michael Hummel von der Verbraucherzentrale Sachsen die Sachlage. Auf eine Abmahnung reagierte das Unternehmen zwar, indem das Problem beseitigt wurde, doch damit wollte man sich bei den Verbraucherschützern nicht zufriedengeben.

Nun wurde vor Gericht ein weiterer Erfolg errungen: Verbraucher, die nach dem 13. Juni 2014 online bei dem Unternehmen ihren Anschluss buchten und bei denen die Voreinstellung vorhanden war, können die Zusatzpakete weiterhin nutzen, müssen dafür aber nichts zusätzlich zahlen. Bei einem Monatspreis von 15 Euro für das Familie HD-Paket und weiteren 3,99 Euro im Monat für das Sicherheitspaket bedeutet die so durchgesetzte Ersparnis bei der Gesamtlaufzeit von 24 Monaten rund 400 Euro.

Werbung muss nicht umgestellt werden

In anderen Teilbereichen konnte sich die Verbraucherzentrale hingegen nicht durchsetzen. Dabei ging es unter anderem um eine Werbeform, wie sie verschiedene Anbieter einsetzen. Hier werden günstige Preise für das erste Vertragsjahr in der Werbung sehr groß dargestellt, kleingedruckt folgen dann die Preise für das zweite Jahr, die teils erheblich höher sind. Hier will man nach dem vorliegen des ausführlichen Urteils prüfen, in der nächsten Instanz eine Änderung zu erwirken, teilten die Verbraucherschützer mit.

Weitere Informationen: Die Verbraucherzentralen Tv, Fernsehen, Fernseher Tv, Fernsehen, Fernseher
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