Bericht: AT&T williger NSA-Partner bei Ausspähung von EU-Bürgern

Nsa, National Security Agency, NSA Logo Bildquelle: NSA
Mit Hilfe der Snowden-Dokumente haben die New York Times und ProPublica einen interessanten Einblick in die Ausspähpraktiken der NSA erhalten. In einem Bericht fanden sie auch Hinweise über die "extreme Bereitschaft" des Telekommunikationsanbieters AT&T bei der Ausspähung von Nicht-US-Bürgern zu helfen - auch ohne gerichtliche Anordnung.

Wie gut diese als Partnerschaft bezeichnete Zusammenarbeit zwischen Geheimdienst und einem der größten Provider in den USA war, konnte bisher nur gemutmaßt werden. Doch jetzt gibt es eindeutige Belege aus dem großen Fundus der Snowden-Dokumente, die gemeinsam von Journalisten der New York Times und ProPublica aufbereitet wurden. Demnach gehen die ersten Verhandlungen über eine "Einsicht in die Kommunikations-Daten" zurück bis in die 1980er-Jahre.

Milliarden-Geschäft

Der neue Bericht geht sogar soweit, den Erfolg der NSA-Bemühungen dem Unternehmen AT&T zuzuschreiben. Die NSA verlasse sich da ganz auf die Partnerschaft, heißt es. AT&T lässt sich das Programm dabei sehr gut bezahlen.

Siehe auch: NSA und GCHQ sollen Zugang zum Netz der Telekom haben

Seit 1985 soll die NSA unter dem Namen "Fairview Program" eine Kooperation mit AT&T geschlossen und regelmässig Daten angefragt haben. Nach dem 11. September 2001 hatten die Programme eine ganz andere Dimension erreicht. Es wurde unter anderem Fairview für die Sichtung der ein- und ausgehenden Kommunikation genutzt. Laut Unterlagen aus dem Jahr 2011 soll AT&T allein in 2011 noch immer über 1,1 Milliarden Mobilfunkkommunikationsdaten (Anrufe, SMS, E-Mail) pro Tag an die NSA geliefert haben, schreibt ProPublica. Das Programm ließ sich die NSA rund 188,9 Millionen US-Dollar im Jahr 2011 kosten. Ein weiteres Programm namens "Stormbrew" kam mit weiteren 66,8 Millionen US-Dollar hinzu. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten zwar mit den Jahren gestiegen sind, es aber bereits seit 1985 hohe Zahlungen an AT&T gab.

Belege in den Snowden-Dokumenten

Die Informationen dazu stammen allesamt aus internen Unterlagen der NSA. Die Snowden-Dokumente verweisen dabei vorrangig auf die Jahre zwischen 2003 und 2013.

Einige Daten der überwachten Personen und Institutionen wurden ganz gesetzestreu nach gerichtlichen Beschlüssen von der NSA angefordert. Dabei wurde sogar das UNO-Hauptquartier in New York ganz legal ausspioniert.

Andere sollen von AT&T ganz Bereitwillig zur Verfügung gestellt worden sein, und zwar ganz egal, ob es der rechtliche Rahmen zuließ oder nicht. Das heißt unter anderem, dass die Kommunikation zwischen Nicht-US-Bürgern über die Netze von AT&T auch ohne rechtliche Handhabe bereitwillig weitergegeben worden sind. Gleiches gilt für alle Verbindungen zwischen einem US-Bürger und einem Ausländer. Laut New York Times hätte man AT&T in beiden Fällen dazu nicht gerichtlich zwingen können, das Unternehmen war aber ein bereitwilliger Helfer ohne Skrupel. Im Rahmen ihrer sogenannten Partnerschaft waren sie jederzeit überaus bereitwillig, Daten zu liefern. Damit wurden EU-Bürger ebenso überwacht wie alle anderen.

Daten sind zu alt, um über aktuellen Stand zu informieren

Es ist aktuell nicht ganz klar, ob die beiden Programme die so klar auf AT&T gemünzt sind, heute noch immer aktiv sind. Die jüngsten Dokumente dazu sind bereits zwei Jahre alt.

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Mehr zum Thema: Edward Snowden
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