Privacy Visor: Brille soll Überwachungs- und Handykameras blenden

Sicherheit, überwachung, Kamera Bildquelle: K's Photo's (CC BY-SA 2.0)
Angesichts der immer größeren Verbreitung von Überwachungskameras und der enormen Leistung von Gesichtserkennungssystemen haben viele Menschen berechtigte Sorgen, dass bald jeder Schritt von ihnen überwacht wird. Japanische Informatiker versuchen seit einiger Zeit, Gegenmaßnahmen zu entwickeln.
Die biometrische Analyse von Gesichtern ist inzwischen so weit entwickelt, dass ein Basecap oder eine Sonnenbrille schlicht nicht helfen, um die eigene Identität nicht preiszugeben. Am Nationalen Informatik-Institut Japans hat man daher den "Privacy Visor" entwickelt, mit dem man sich gegenüber solchen Systemen unsichtbar machen kann.

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Die Prototypen waren bisher - je nachdem was man auf sich hält - noch nicht unbedingt dafür geeignet, täglich auf der Straße getragen zu werden. Allerdings ging es auch erst einmal nur darum, das Grundprinzip zu verfeinern. Die Technik dann hübsch zu verpacken, blieb ein späterer Arbeitsschritt. Doch nun kündigten die Entwickler an, ab dem kommenden Jahr in Japan mit einem solchen Produkt an den Markt zu gehen.

Im Grunde handelt es sich bei dem Privacy Visor um eine Brille, die an der Vorderseite mit Lampen versehen ist. Kameras, die den Träger ins Visier nehmen, sollen von dem Licht geblendet werden und so nicht mehr in der Lage sein, die Gesichtszüge zu analysieren. Vor allem Augen und die Konturen der Nase werden so verschleiert.

Normale Lampen würden dabei eingesetzt werden können, hätten aber den unerfreulichen Nebeneffekt, dass sowohl der Träger des Systems, wie auch eventuelle Gesprächspartner geblendet werden. Die Entwickler setzen daher auf Licht im Infrarot-Spektrum, das vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen wird, auf einem Bildsensor aber sehr wohl Wirkung hinterlässt.

In dem Prototypen sorgten elf Infrarot-LEDs im Brillenrahmen dafür, dass elektronische Augen dort blind werden, wo die entscheidenden biometrischen Merkmale erfasst werden sollen. Als Stromversorgung dient ein kleiner Akku. Bei Tests mit handelsüblichen Systemen zeigten sich den Angaben zufolge bereits sehr gute Ergebnisse. Als Nebeneffekt bringt der Privacy Visor auch den Vorteil mit, dass auch normale Fotos vom Träger - etwa mit einer Smartphone-Kamera - kaum brauchbare Bilder ergeben, wenn dieser das nicht wünscht. Der Privacy Visor soll anfangs für rund 240 Dollar zu haben sein. Sicherheit, überwachung, Kamera Sicherheit, überwachung, Kamera K's Photo's (CC BY-SA 2.0)
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