Insider-Handel: Kooperation zwischen Brokern und Hackern enttarnt

Börse, Aktie, Kurs Bildquelle: Mashable
Den US-Behörden ist es gelungen, eine Zusammenarbeit zwischen Börsenspekulanten und Computerkriminellen aufzudecken und eine Reihe von Beteiligten anzuklagen. Die Beteiligten haben aus ihrer Kooperation Millionengewinne herausgezogen, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht.
Eine Zusammenarbeit wie in diesem Falle ist laut den Behörden recht ungewöhnlich - auch wenn sie eigentlich naheliegt. Die Beschuldigten in den USA haben demnach eigentlich klassischen illegalen Insider-Handel betrieben. Darunter fallen Börsengeschäfte, die Informationen zur Grundlage haben, die nicht allgemein verfügbar sind. Für gewöhnlich tauchen solche Fälle auf, wenn Mitarbeiter eines Unternehmens mit Komplizen zusammenarbeiten und schon vor der Veröffentlichung bestimmter Informationen abschätzen können, in welche Richtung sich ein Aktienkurs in den kommenden Tagen entwickelt.

Einbruch in bekannte Dienste

Die Spekulanten hatten in diesem Fall allerdings keine Kontakte in die Unternehmen hinein, deren Wertpapiere sie an der Börse handelten. Statt dessen bezahlten sie Personen in Übersee dafür, in Server der Firmen und entsprechender Dienstleister wie Business Wire und PR Newswire einzubrechen und dort bereits hinterlegte Mitteilungen zu beschaffen, deren Veröffentlichung erst bevorstand, berichtete die New York Times.

Mit dem so erlangten Informationsvorsprung konnten sie Kursentwicklungen über vermutlich fünf Jahre hinweg zu ihren Gunsten nutzen. Die Ermittler schätzen die Gewinne, die so über den normalen Handel hinaus gemacht wurden, auf eine Summe von rund 30 Millionen Dollar. Rund 150.000 Dokumente sollen in der Zeit vor ihren jeweiligen Veröffentlichungsterminen kopiert worden sein.

Für die Server-Einbrüche waren Personen aus Osteuropa zuständig. Diese erhielten regelmäßig Listen mit Anforderungen, die sich über rund 30 Unternehmen erstreckten. Am heutigen Morgen wurden in den USA verschiedene Personen festgenommen, die an der Sache beteiligt gewesen sein sollen. Sie müssen sich demnächst vor Gericht verantworten. Börse, Aktie, Kurs Börse, Aktie, Kurs Mashable
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