Moto G 2015 Test: Das wasserdichte Alleskönner-Smartphone

Display: Gute Farben, ordentlicher Kontrast und kräftige Beleuchtung

Fünf Zoll sind es, die inzwischen praktisch zum Standard bei günstigen Smartphones geworden sind. Dementsprechend hält auch Motorola beim neuen Moto G an dieser Größe fest. Das Panel bietet weiterhin 1280x720 Pixel Auflösung und eine Abdeckung aus Gorilla Glass 3, die netterweise auch noch eine fingerabdruckabweisende Oberfläche hat. Es handelt sich zwar nicht um ein Glass-On-Glass-Design - der Zwischenraum zwischen Display und Glasabdeckung macht dies leicht erkennbar - aber dennoch überzeugt das Panel mit einigen Abstrichen weitestgehend.

Zu allererst muss erwähnt werden, dass es sich zwar auf den ersten Blick weiterhin um ein mit dem Vorgänger identisches Panel handelt, doch dem ist nicht ganz so. Zwar haben sich Auflösung und Größe nicht verändert, doch Motorola wirbt damit, dass man hier nun ein IPS-Panel mit "Dual Domain"-Pixeln verbaut. Diese Technik kommt auch schon bei der aktuellen iPhone-Generation zum Einsatz und ist auch in einigen anderen Android-Smartphones zu finden. Die Subpixel sind dabei leicht geneigt angeordnet, so dass sich dadurch eine noch geringere Blickwinkelabhängigkeit ergeben und die Farbverfälschung bei der seitlichen Betrachtung aus unterschiedlichsten Winkeln reduzieren soll. Motorola Moto G (2015) 3. GenerationMoto G 2015: Helles Display mit ausreichender Schärfe In der Praxis lässt sich dies natürlich nur schwer nachvollziehen, da kaum Vergleichsmöglichkeiten bestehen. Tatsächlich scheint die Farbdarstellung beim neuen Modell aber ein wenig stabiler zu sein, wenn man das Gerät neigt. Gleichzeitig gibt es aber einen Umstand, der manchem Nutzer sicherlich negativ auffallen wird. Holt man das Moto G der dritten Generation etwas näher an die Augen heran, wird schnell eine gewisse Streifenbildung auf dem Display deutlich, die zwar bei Verwendung in normalem Abstand nicht auffällt, aber gerade bei Grautönen bei etwas näherer Betrachtung doch störend wirken kann. Ob dies mit dem Dual-Domain-Display zusammenhängt, sei dahingestellt, es gibt aber 720p-Panels gleicher Größe auf IPS-Basis, die keine derartigen Phänomene zeigen.

Lichthöfe, also Stellen an denen die Hintergrundbeleuchtung durchscheint, gibt es beim Moto G wie bei vielen anderen Smartphones auch, doch sind diese nur dann wirklich zu sehen, wenn man das Panel entweder aus einem bestimmten Winkel betrachtet oder aber im Dunkeln bei voller Helligkeit schwarze Bildschirminhalte anzeigen lässt, also zum Beispiel einen Film schauen will. Die Lichthöfe halten sich insgesamt stark in Grenzen, sind aber dennoch eindeutig nachweisbar. Sollten sie bei einem im Handel erworbenen Gerät störend auffallen, hilft oft schon der simple Umtausch, denn bei einem anderen Gerät sind sie vielleicht weniger stark ausgeprägt.
Motorola Moto G (2015) 3. GenerationAuch in der Sonne ist das Display... Motorola Moto G (2015) 3. Generation...des neuen Moto G noch gut ablesbar
Die Farbdarstellung des neuen Displays im Moto G der dritten Generation ist etwas besser geworden als beim Vorgängermodell, wirkt aber noch immer ein wenig zu kalt. Gerade bei weißen Bildschirminhalten könnte daher eine leichte Blaufärbung auffallen, die von den meisten Käufern aber kaum zu bemerken ist, schließlich hält man nicht ständig zwei Smartphones nebeneinander, um sie zu vergleichen. Die Farben aus dem sRGB-Spektrum werden durchgehend gut wiedergegeben, auch wenn es trotz der verbesserten Display-Technologie nicht gelingt, das leichte Auswaschen von Farben bei seitlicher Betrachtung zu unterbinden.

Das Display im Moto G der dritten Generation weist einen recht guten Kontrastwert jenseits von 1:1100 auf und kann so zusammen mit einer sehr ordentlichen Helligkeit von gut 440 Candela auch im Freien trotz direkter Sonneneinstrahlung noch gut abgelesen werden. Wer das Smartphone oft in einer dunklen Umgebung einsetzt, um zum Beispiel vorm Schlafen noch einmal schnell Mails zu checken, muss damit leben, dass sich das Panel nicht sonderlich weit herunterregeln lässt, so dass es in der Dunkelheit schnell anstrengend werden kann, länger darauf zu schauen.

Motorola hat es geschafft, beim Moto G einmal mehr ein gutes Display zu verbauen, das in dem Gerät einen fast perfekten Auftritt hat. Wer die erwähnte leichte Streifenbildung nicht auf den ersten Blick wahrnimmt, bekommt ein ordentliches Panel, das mit guter Farbdarstellung, einer für die Mittelklasse hohen Helligkeit und gutem Kontrast punkten kann. Dass es sich nicht um ein Glass-on-Glass-Panel handelt und in begrenztem Umfang Lichthöfe auftreten, lässt sich aufgrund der Leistung in den anderen Bereichen gut verschmerzen. Motorola Moto G (2015) 3. GenerationSehr praktisch: Uhrzeit- und Nachrichtenanzeige dank Moto Display Mit nützlichen Software-Features wie der kurzzeitigen Anzeige von Uhrzeit und eventuell eingegangenen Nachrichten und Updates (Moto Display) zeigt Motorola, dass man das Display auch abseits der normalen Verwendung sinnvoll einsetzen kann. Das Cover aus Gorilla Glass 3 kann recht gut vor Kratzern schützen. Das Fehlen eines von mir oft schmerzlich vermissten Features wie dem doppelten Antippen des Displays zum Aufwecken aus dem Standby-Modus lässt sich durch die kurzzeitige Anzeige der Möglichkeit zum Entsperren nach dem Herausholen des Geräts aus der Hosentasche oder seiner Hülle wieder wett machen - ein höchst praktisches Feature, denn der Nutzer kann das Telefon so schnell entsperren, oder eben einen Blick auf die Uhrzeit und eingegangene Benachrichtigungen erhaschen.

Die Performance und der Speicher sind die Themen auf Seite 4 des Moto G 2015 Tests.
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