Moto G 2015 Test: Das wasserdichte Alleskönner-Smartphone

Typisches Design mit Tauchfähigkeit und breiten Rändern

Optisch dürfte das Design des Motorola Moto G 3rd Generation einmal mehr für gespaltene Lager sorgen - die einen finden die Verwendung einige geschwungener Elemente und die insgesamt sehr rundliche Gehäuseform durchaus attraktiv, oft bekommen wir jedoch auch zu hören, dass gerade die beiden breiten Schlitze auf der Front für Ohrhörer und Lautsprecher für so manchen potenziellen Kunden dann doch eher abstoßend wirken.

Immerhin hat Motorola die Verwendung der silbernen Lautsprechergrills aufgegeben, was beim Vorgänger oft ein Kritikpunkt war. Allerdings sorgt diese Entscheidung auch dafür, dass die Schlitze nun frei liegen und sich dort schnell Dreck ansammeln kann. Auch zwischen der Glasabdeckung auf der Front und dem Kunststoffrand gibt es einen kleinen Zwischenraum, der sich zum Sammelort für Staub und anderen Schmutz entwickeln könnte. Motorola Moto G (2015) 3. GenerationGefälliges Design, das nicht billig wirkt Weil das Gehäuse aber wasserabweisend ist, könnte man diese Bereiche zumindest in der Theorie auch abspülen - wobei zu bedenken ist, dass das Telefon zwar nach IPx7 zertifiziert ist und somit bis zu 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe überstehen soll, doch ein gezielter Strahl kann dennoch zu viel Druck ausüben, so dass unter Umständen doch Wasser ins Gehäuse eindringen könnte. Man sollte es also wohl besser nicht darauf ankommen lassen.

Generell ist die Abdichtung des Gehäuses aber natürlich sehr zu begrüßen, muss man sich doch keine Sorgen machen, wenn es mal regnet oder das Gerät aus irgendeinem Grund in einer Pfütze, der Toilette oder dem Waschbecken landet. Man muss dabei immer darauf achten, dass die abnehmbare Rückenabdeckung wirklich an allen Stellen eingeklickt ist. Gerade rund um die Kamera gibt es zusätzliche "Klicker", die beim Aufsetzen des Covers geprüft werden sollten, weil hier sonst ein Eintrittspunkt für Wasser entstehen kann, den man schnell mal übersieht. Motorola Moto G (2015) 3. GenerationDichtungen halten Wasser von den SIM- & MicroSD-Slots fern In unserem Test in einer Wasserwanne überstand das Moto G auch eine Stunde in "ruhendem Gewässer" ohne weiteres - auch wenn sich beim Abnehmen der Rückseite schnell zeigte, dass durchaus Wasser unter die Abdeckung gelangt, das aber von den Gummidichtungen um den SIM- und den MicroSD-Kartenslot vom Kontakt mit der empfindlichen Elektronik abgehalten wird.

Durch die jetzt zusätzlich verbauten Dichtungen wirkt das Moto G der dritten Generation beinahe etwas dicklich, denn der Rahmen um das Display ist nicht sonderlich schmal gehalten. Es dürften rund fünf Millimeter sein, die die Ränder hier dick sind. Auch sonst trägt es für den Geschmack mancher Kunden vielleicht etwas zu dick auf, was sich vor allem im hohen Gewicht von 155 Gramm bemerkbar macht - andere 5-Zoll-Smartphones sind erheblich leichter. Die Bauhöhe von 12,2 Millimetern ist ebenfalls nicht unerheblich, zeugt aber auch davon, dass Motorola sich entschieden hat, dem Trend zu immer dünneren Smartphones nicht zu folgen. Motorola Moto G (2015) 3. GenerationDer Power-Button lässt sich teilweise nur schwer drücken Mir persönlich kommt das Gerät deshalb etwas klobig vor, es liegt allerdings wegen der runden Bauform trotzdem sehr gut in der Hand. Die etwas zu dicken Ränder machen es aber schwer, mit einer Hand auf die andere Seite des Displays zu reichen. Weil ein reines Android zum Einsatz kommt, gibt es auch keine ab Werk enthaltenen Hilfsmittel, die die Einhandbedienung erleichtern.

Motorola positioniert die Lautstärkewippe und den Power-Button jeweils auf der rechten Seite, was zwar eine übliche Position ist, doch bei den meisten anderen Geräten sitzt die Lautstärkewippe über dem Power-Button. Hier kann etwas Umgewöhnungszeit nötig sein. Leider wackelt der Power-Taster dann doch erheblich, was den guten Qualitätseindruck etwas schmälert. Begrüßenswert ist, dass man den Rahmen anscheinend zumindest beim schwarzen Modell nicht lackiert, so dass auch keine Farbe abplatzen kann. Die abnehmbare Rückseite hat eine geriffelte Oberfläche, die einerseits für einen besseren Halt sorgt, gleichzeitig aber auch Fingerabdrücke fernhält.

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Rund um die Kamera und darunter verläuft nun bei allen neuen Motorola-Smartphones ein farbiges Element, an dessen unterem Ende das Firmenlogo sitzt. Dieser Streifen lässt sich ebenso wie der Ring um die Kamera, die Farbe des Rahmens und das Rückencover auch beim Moto G per Moto Maker individualisieren. Dadurch sind wilde Farbvarianten möglich, auch wenn das Moto G der 3. Generation eigentlich nur in schwarz und weiß im freien Handel erhältlich ist. Für die individualisierten Versionen verlangt Motorola einen Aufpreis von rund 30 Euro.
Motorola Moto G (2015) 3. GenerationRund fünf Millimeter Display-Rand... Motorola Moto G (2015) 3. Generation...lassen das Moto G 2015 'dick' wirken
Das Design gefällt insgesamt ganz gut und wirkt dabei zwar nicht sonderlich hochwertig aber auch nicht billig. Gerade der etwas zu breite Rahmen und die Konstruktion aus Kunststoff machen deutlich, dass es sich um ein günstiges Gerät handelt. Es knarzt allerdings auch nichts und das Gehäuse ist sehr verwindungssteif. Die neuen Anpassungsmöglichkeiten sind zu begrüßen, ebenso wie die wasserfeste Bauweise. Dass der einzelne Lautsprecher auf der Front angebracht ist, verhindert zudem auch, dass er beim ablegen auf dem Tisch verdeckt wird. Es kann aber vorkommen, dass man ihn schlecht hört, wenn das Gerät in der Hosentasche getragen wird, weil er vom Oberschenkel abgedeckt ist.

Bevor wir im Anschluss die weiteren Merkmale behandelt, geht es weiter mit dem Display auf Seite 3 unseres Moto G3 Testberichts.
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