SpaceX: Defekte Strebe als Ursache für Raketen-Absturz identifiziert

Elon Musk, Spacex, Seattle Bildquelle: Geekwire
Vor drei Wochen war eine Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX zwei Minuten nach dem Start explodiert. Nachdem Tausende Arbeitsstunden in die Unfallanalyse investiert wurden, will man jetzt die Ursache kennen: eine defekte Strebe gab nach.

Auf die Details kommt es an

Für das von Elon Musk gegründete private Raumfahrtunternehmen SpaceX, das die Raumfahrt mit wiederverwertbaren Raketen entscheidend billiger machen will, war der Unfall vor drei Wochen ein echter Rückschlag. Bevor eine weitere Rakete des Unternehmens starten kann, muss die Ursache für die plötzliche Explosion der Falcon 9-Rakete auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS so gut wie nur irgend möglich aufgeklärt werden.


Wie SpaceX jetzt am Montag mitteilte, soll bei der zusammen mit der US-Luftaufsichtsbehörde FAA durchgeführten Analyse des Unfallhergangs zumindest vorläufig ein Schuldiger gefunden worden sein. Nach der ausgiebigen Untersuchung kommt man zu dem Schluss, dass letztendlich eine defekte Strebe für die Explosion der Rakete verantwortlich war.

SpaceX: Falcon 9SpaceX: Falcon 9SpaceX: Falcon 9SpaceX: Falcon 9

Wie die beteiligten Wissenschaftler näher erläutern, handle es sich dabei um ein Bauteil, das hundertfach in der gesamten Konstruktion der Rakete des Typs Falcon 9 Einsatz findet. Obwohl die defekte Strebe eigentlich darauf ausgelegt war, einer Belastung von rund 4500 Kilogramm zu widerstehen, soll diese beim Unfall vor drei Wochen schon unter der Last von 900 Kilogramm nachgegeben haben. Dies führte wiederum zu einer Instabilität in einem Heliumbehälter und letztendlich zur Explosion der zweiten Stufe der Rakete.

Weniger als eine Sekunde Zeit

Um zu diesem vorläufigen Ergebnis zu kommen, mussten die SpaceX-Ingenieure nach eigenen Aussagen Tausende Arbeitsstunden in die Analyse eines extrem kurzen Zeitraums investieren. Vom ersten Anzeichen eines abnormalen Verhaltens der Rakete bis zur endgültigen Explosion seien demnach nur 0,893 Sekunden vergangen. Insgesamt habe man Daten aus 3000 Telemetrie-Quellen ausgewertet.

Unabhängig davon, dass das als Unfallursache ermittelte Bauteil bisher ohne Probleme auf allen vorhergegangenen Flügen der Falcon 9 eingesetzt wurde und eigentlich weit über die gemessenen Kräfte belastbar sein sollte, will SpaceX diese Art der Strebe in Zukunft nicht mehr in seinen Raketen verbauen. Eine zusätzliche Verschärfung der Qualitätskontrollen sollen dann zumindest in diesem Bereich weitere Fehlerquellen unwahrscheinlich machen. SpaceX hat die gesamte vorläufige Unfallanalyse auf seiner Homepage veröffentlicht. Den Raketen-Flugbetrieb will das Unternehmen noch im Herbst wieder aufnehmen. Elon Musk, Spacex, Seattle Elon Musk, Spacex, Seattle Geekwire
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