Kritik an Peter Molyneux: 'Welch einfache Dinge man verbocken kann'

Peter Molyneux, Molyneux, 22 Cans Bildquelle: Microsoft
Peter Molyneux ist zweifellos eine Branchenlegende. Doch der Entwickler bahnbrechender Spiele wie Popoulus hat zuletzt intensiv daran "gearbeitet", sein eigenes Denkmal zu zerstören. Seine letzten Projekte Curiosity und insbesondere Godus haben seinen Ruf beschädigt, auch dessen Nachfolger beim Indie-Studio 22cans lässt an Molyneux kaum ein gutes Haar.
Es ist in der Geschäftswelt durchaus üblich, Fragen zu einem etwaigen Vorgänger in einer Schlüsselposition zumindest auszuweichen, wenn man nichts Gutes zu einer Person zu sagen hat. Insbesondere dann, wenn derjenige einen klangvollen Namen wie Peter Molyneux hat. Doch der Ruf von Molyneux ist mittlerweile derart beschädigt, dass auch Simon Phillips, dessen Nachfolger als Chef von 22cans, den 56-Jährigen öffentlich kritisiert.

"Wollte alles selbst machen"

Laut Phillips sei es ein immer wiederkehrendes Problem von Molyneux gewesen, dass er sich immer wieder um geschäftliche Aspekte kümmern wollte anstatt sich auf das zu konzentrieren, was er kann, nämlich Spiele-Design. Phillips erinnert sich im Interview mit Eurogamer, dass er zu Molyneux gesagt habe, dass man all das, was er verbockt habe, aber relativ leicht wieder geradebiegen könne.


Die Idee, den Sieger des App-Experiments Curiosity an Godus zu beteiligen, hielt Phillips für ein "geniales Konzept", das aber wieder einmal an der Rast- und Ziellosigkeit von Molyneux scheiterte: "Was für eine leichte Sache, um sie zu verkacken", sagt Phillips. "Aber Peter war schon wieder irgendwo anders und dachte über dieses und jenes nach, das Zeug in der Mitte, also die Umsetzung, machte aber niemand."

Molyneux-Klassiker: Zu viel versprochen

Problematisch ist dabei die Tatsache, dass die Umsetzung des "God of Gods"-Modus, der Curiosity-Gewinner Bryan Henderson eine kleine Godus-Beteiligung gebracht hätte, inzwischen schwieriger zu machen ist als wenn man sie von Anfang an integriert hätte. Phillips meint, dass er schnell erkannt habe, dass man bei 22cans unter der Führung von Molyneux zu viel versprochen habe und man realistischere Ziele benötige.

Das werde viele zwar enttäuschen, könne aber nicht geändert werden. Phillips meint, dass man so viel wie nur möglich bei Godus umsetzen will und er sein Menschenmögliches versuchen werde, noch alles aus dem Spiel herauszuholen.

Siehe auch: Peter Molyneux in Interview als "pathologischer Lügner" bezeichnet

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