Pro-Spieler: Doping ist in der E-Sport-Szene an der Tagesordnung

Ego-Shooter, Videospiel, Global Offensive, Counter-Strike Bildquelle: Valve
Professionelles Gaming ist längst ein riesiges Geschäft, bei diversen Turnieren geht es um Siegesprämien im sechsstelligen Bereich. Da überrascht es nicht, dass mit allen Tricks gearbeitet wird. Ein Counter-Strike: Global Offensive-Profi hat nun aber zugegeben, wie weit verbreitet das Problem ist und vor allem, dass die Veranstalter das Doping in vollem Wissen dulden.

"Alle auf Adderall"

Dieses Geständnis, das Insider kaum überraschen dürfte, machte Pro-Spieler Kory "Semphis" Friesen während eines Interviews mit Mohan "Launders" Govindasamy. Das ehemalige Mitglied des Cloud9-Teams wurde auf das Turnier ESL One Katowice 2015 Mitte März angesprochen und dabei auch zur Kommunikation während der Partien befragt (via Wired).

Der Kanadier meinte dabei, dass die "ESL (Electronic Sports League)-Kommunikation irgendwie komisch war. Aber eigentlich war es mir egal, wir waren ja alle auf Adderall". Interviewer Govindasamy bohrte nach und wollte wissen, ob "jeder" in der ESEA (E-Sports Entertainment Association) die Droge nehme, das beantwortete Friesen mit einem schlichten "Ja".

Adderall ist ein Medikament zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), zugelassen ist es nur in den USA. Die kanadische Arzneimittelbehörde hat ihre Zulassung nach 20 Todesfällen zurückgezogen, schreibt die Seite Medizinauskunft.

Das Medikament hilft dem Nutzer, sich zu konzentrieren, reduziert Ermüdungserscheinungen und kann auch die Reaktionsfähigkeit steigern. Entsprechend populär ist es auch bei Schülern und Studenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, man kann aber wohl leicht erkennen, warum Adderall auch in der E-Sport-Szene weit verbreitet sein dürfte.

Vorwürfe nicht neu

Es ist nicht das erste Mal, dass der Name Adderall in diesem Zusammenhang fällt: Im April dieses Jahres hatte ein E-Sport-Spieler gegenüber Eurogamer anonym den Doping-Vorwurf erhoben. Die Verantwortlichen bei der ESL machten das, was Sportverbände in solchen Fällen fast immer tun: Sie versuchten die Problematik kleinzureden. Michal Blicharz, Managing Director der ESL, sagte damals, dass Drogen-Missbrauch "nicht weit verbreitet" zu sein scheint. Die Aussagen von Friesen widersprechen dem klar. Ego-Shooter, Videospiel, Global Offensive, Counter-Strike Ego-Shooter, Videospiel, Global Offensive, Counter-Strike Valve
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